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Alternative Antriebe Daimler investiert in Batteriefertigung

Autor / Redakteur: Ampnet / Jens Scheiner

Die Daimler AG baut die Produktionskapazitäten für Lithiumionen-Batterien aus und investiert in den nächsten Jahren rund 100 Millionen Euro in die „Deutsche Accumotive“.

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Der smart fortwo electric drive: Elektronischer Antriebsstrang inklusive Batterie der Lithium-Ionen Batterie der Deutschen Accumotive.
Der smart fortwo electric drive: Elektronischer Antriebsstrang inklusive Batterie der Lithium-Ionen Batterie der Deutschen Accumotive.
(Foto: Daimler)

Am Produktionsstandort im sächsischen Kamenz wird derzeit eine Fertigungshalle gebaut, die Mitte 2015 fertiggestellt sein soll. Geplant sind fast 20.000 m² Produktions- und Logistikflächen – eine Vervierfachung seit dem Produktionsstart im Jahr 2011. Daimler hatte Mitte November dieses Jahres bekannt gegeben, die Fertigung von Batteriezellen bei der Tochter Li-Tec in Kamenz im Dezember 2015 einzustellen. Die Produktion von Batteriezellen für Elektro- und Hybridautos rechne sich laut dem Unternehmen nicht, da das Produkt nicht ausreichend nachgefragt wurde. Li-Tec bleibt als Forschungsstandort in Kamenz dennoch erhalten, der Großteil der 280 Mitarbeiter soll in die Deutsche Accumotive übernommen werden.

Serienfertigung seit dem Jahr 2011

Die Accumotive war im Jahr 2009 gegründet worden, um Lithiumionen-Batteriesysteme für Fahrzeuge zu entwickeln und zu produzieren. Das Unternehmen ist eine hundertprozentige Tochter der Daimler AG. Die Serienfertigung startete im Jahr 2011 und liefert heute Batterien für den aktuellen Smart Fortwo Electric Drive sowie die Hybridvarianten der S-, E- und C-Klasse von Mercedes-Benz. Bis heute wurden mehr als 50.000 Lithiumionen-Batterien ausgeliefert. „Die Deutsche Accumotive wird die Lithiumionen-Batterien für die kommenden Elektroversionen des Smart Fortwo und Forfour ab 2016 sowie für künftige Hybrid-Modelle von Mercedes-Benz fertigen“, kündigte Blome an. Die Batterien seien wettbewerbsfähig; das Unternehmen schreibe schwarze Zahlen, erklärte er.

Weitere Nutzungsmöglichkeiten

Zusätzliche Wachstumschancen jenseits der Automobilbranche bieten sich laut Blome durch den Einstieg in das Geschäft mit stationären Anwendungen. Dabei bilden die Autobatterien die Basis für die Entwicklung stationärer Batteriespeicher. Durch die Skalierbarkeit der Systeme können die Lithiumionen-Batterien in der Großindustrie zur Netzstabilisierung und Glättung von Lastspitzen etwa bei Energieerzeugern und in Haushalten zum Beispiel in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen eingesetzt werden.

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