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Wirtschaft Daimler ordert Batterien aus Bitterfeld-Wolfen

| Autor/ Redakteur: dpa / Maximiliane Reichhardt

Der Batteriehersteller Farasis will im kommenden Jahr mit den Bauarbeiten für sein neues Werk in Bitterfeld-Wolfen beginnen. Einen ersten Großkunden hat das chinesisch-amerikanische Unternehmen bereits.

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Der EQC ist Daimlers erstes Elektroauto der Submarke EQ.
Der EQC ist Daimlers erstes Elektroauto der Submarke EQ.
(Bild: Daimler)

Der US-chinesische Batteriehersteller Farasis hat einen ersten Großkunden für sein neues Werk in Bitterfeld-Wolfen. Der Standort soll klimaneutrale Zellen für die nächste Elektroauto-Generation EQ von Mercedes-Benz liefern. Der Großauftrag solle nach dem Start der Produktion im neuen Werk erfüllt werden, sagte der Europa-Chef des Unternehmens Farasis, Sebastian Wolf, der Deutschen Presse-Agentur. Geplant sei, dass die Fabrik ab dem Jahr 2022 in die serienmäßige Fertigung gehe.

Batterien mit einer Kapazität von sechs bis zehn Gigawatt

Wie viele Batteriezellen Daimler aus Sachsen-Anhalt geordert hat, wollte Wolf unter Verweis auf Verschwiegenheitsklauseln nicht sagen. Das Interesse an den Batteriezellen aus dem künftigen deutschen Farasis-Werk sei sehr groß. Es gebe viele Anfragen und mehrere Verhandlungspartner. Zum Start der Produktion will das Unternehmen in Bitterfeld-Wolfen Batterien mit einer Kapazität von sechs bis zehn Gigawatt bauen.

Laut Wolf können Autohersteller damit je nach benötigter Leistung 60.000 bis 80.000 E-Autos ausstatten. Doch zunächst muss das Werk auf dem Gelände des früheren „Solar Valley“ überhaupt gebaut werden. Der Bauantrag sei gestellt, sagte Wolf. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten auf dem 30 Hektar großen Gelände beginnen – zwei Jahre später soll die Fabrik arbeiten. Farasis investiert für sein Werk im „Solar Valley“ nach eigenen Angaben rund 600 Millionen Euro und will 600 Jobs schaffen. Der Standort soll neuer Europa-Sitz des Konzerns werden.

Farasis wurde 2002 im US-amerikanischen Kalifornien gegründet und sitzt inzwischen im chinesischen Ganzhou. Die Fabrik ist laut Wirtschaftsministerium die größte Investition in Sachsen-Anhalt seit 15 Jahren.

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