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Elektromobilität Daimler schreibt Elektromobilität ab

| Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

In seiner Bilanz hat die Daimler AG Beteiligungen am Batteriehersteller Li-Tec und am Autobauer BYD stehen. Allerdings glaubt der Konzern derzeit nicht an den Erfolg der Investitionen.

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Ende April kommt in China das Elektroauto Denza auf den Markt. Daimler zweifelt allerdings derzeit am Erfolg des Projekts mit dem chinesischen Partner BYD.
Ende April kommt in China das Elektroauto Denza auf den Markt. Daimler zweifelt allerdings derzeit am Erfolg des Projekts mit dem chinesischen Partner BYD.
(Foto: Daimler )

Der Daimler-Konzern hat einen erheblichen Teil seiner Aktivitäten im Bereich Elektromobilität bilanziell abgeschrieben. Wie „Focus Online“ berichtet, habe die Neubewertung der Beteiligungen an Li-Tec, einem sächsischen Entwickler und Hersteller von Lithium-Ionen-Akkumulatorzellen, und am chinesischen Autobauer und Elektro-Spezialisten BYD eine Wertberichtigung von 174 Millionen Euro zur Folge gehabt. In der Bilanz des Jahres 2012 seien 51 Millionen Euro im Elektrobereich abgeschrieben worden.

Schleppende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen

Als Grund für die Abschreibung nannte Finanzchef Bodo Uebber vergangene Woche während der Jahrespressekonferenz, dass der wirtschaftliche Erfolg der Elektromobilität „mit hohen Unsicherheiten behaftet“ sei. Auslöser für diese Einschätzung ist laut Uebber die weltweit schleppende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen.

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Kooperation mit Li-Tec

An Li-Tec ist der Daimler-Konzern seit dem Jahr 2008 beteiligt. Derzeit halten die Stuttgarter daran 49,9 Prozent, die Mehrheit hält der Essener Spezialchemie-Konzern Evonik Industries. Li-Tec ist spezialisiert auf großformatige Lithium-Ionen-Batterien, wie sie für Elektroautos benötigt werden. Als Grund für den Abschreibungsbedarf nannte Uebber, dass das Unternehmen angesichts des realen Bedarfs zu große Produktionskapazitäten aufgebaut habe.

Kooperation mit BYD

Auch die Partnerschaft mit BYD, Anfang des Jahrzehnts mit großen Zielen wie einem Markteintritt in Europa bekannt geworden, ist aus Uebbers Sicht inzwischen weniger aussichtsreich als gedacht. Das erste gemeinsam von Daimler und BYD entwickelte Elektroauto wird zwar im April 2014 unter dem Markennamen Denza auf den Markt kommen. Dennoch schrieb Daimler auch auf dieses Projekt Millionenwerte ab, heißt es bei „Focus online“.

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