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Zusammenarbeit Daimler und Renault-Nissan vertiefen Kooperation

| Redakteur: Andreas Grimm, Andree Stachowski

Bei Daimler und Renault-Nissan klappt die partielle Zusammenarbeit zur Kostensenkung besser als erwartet.

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Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn (li.) und Daimler-Boss Dieter Zetsche haben ihre Konzerne in den letzten Jahren zusammengeführt.
Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn (li.) und Daimler-Boss Dieter Zetsche haben ihre Konzerne in den letzten Jahren zusammengeführt.
(Foto: Daimler)

Die Kooperation der Autokonzerne Daimler und Renault-Nissan soll weiter vertieft werden. „Der globale Umfang unserer Projekte wird weiter wachsen und wir gehen von einer langfristigen Partnerschaft aus“, sagte Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn auf dem Pariser Autosalon. Seit dem Start im Jahr 2012 sei das gemeinsame Portfolio auf zwölf Projekte in Europa, Asien und Nordamerika gewachsen.

Beide Seiten erwarten sich nun aus der intensivierten Zusammenarbeit deutlich höhere Kostenvorteile heben als ursprünglich erwartet. Vor zwei Jahren gingen die Konzerne noch von einem Effekt von zwei Milliarden Euro bis 2015 aus. Eine neue Zahl nannten weder Ghosn noch Daimler-Chef Dieter Zetsche.

Die Aussagen kommen zu einem Zeitpunkt, da sich die Renault-Nissan Allianz und Daimler auf die Markteinführung ihrer ersten von Grund auf gemeinsam entwickelten Fahrzeuge vorbereiten: der neue Renault Twingo und die neuen Smart Fortwo und Smart Forfour. Der Renault Twingo ging im September in Europa in den Verkauf, gefolgt von den Smart-Modellen im November.

Im Juni hatten beide Seiten zudem die Pläne für eine gemeinsame Entwicklung von Premium-Kompaktfahrzeugen bekannt gegeben, die gemeinsam in Mexiko gebaut werden sollen. Der Produktionsbeginn ist für 2017 mit Infiniti-Modellen geplant. 2018 soll dann die Produktion von Mercedes-Benz-Fahrzeugen folgen.

Neu vereinbart wurde zudem eine vertiefte Kooperation zwischen der Daimler-Nutzfahrzeugtochter Mitsubishi Fuso und Nissan. Dazu wird Nissan seinen „NV350 Urvan“ Transporter als Komplettfahrzeuge an Fuso liefern. Die Daimler-Tochter wird das Fahrzeug dann für gewerbliche Kunden als Fuso Canter Van in Exportmärkten verkaufen. Daimler-Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard bezeichnete die Vereinbarung als „wichtigen Baustein in der Wachstumsstrategie von Daimler Trucks in Asien und erneutes Beispiel für die Zusammenarbeit mit Nissan im Nutzfahrzeugbereich“.

Inzwischen hänge die Kooperation auch nicht mehr an der Person der beiden Vorstandschefs, sagte Zetsche. Das sei in den ersten beiden Jahren sehr viel mehr der Fall gewesen, als die Zusammenarbeit erst angeschoben werden musste. Jetzt würde die Kooperation aber selbst ohne die beiden Köpfe fortgesetzt werden. Auch die jüngsten Abgänge verschiedener Manager bei Infiniti, insbesondere der Wechsel des Markenchefs Johann de Nysschen zu Cadillac, habe die Projekte nicht beeinflusst.

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