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Kältemittel Daimler will ab 2017 CO2-Klimaanlage als Standard

| Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Christian Otto

Der OEM kündigte für seine Neuwagen ab 2017 eine Ausrüstung mit der CO2-Technik an. Damit will man einen Ersatz für das Kältemittel 134a bieten, welches vor einem endgültigen Verbot steht. Das neue Mittel 1234yf lehnt der Konzern aufgrund von Sicherheitsbedenken weiterhin strikt ab.

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Mit der Einführung von CO2-Klimaanlagen ab 2017 will Mercedes den Kältemittel-Streit beenden.
Mit der Einführung von CO2-Klimaanlagen ab 2017 will Mercedes den Kältemittel-Streit beenden.
(Foto: Daimler)

Daimler will die CO2-basierte Klimaanlage bei seinen Neuwagen ab 2017 zum Standard machen. Das kündigte der zuständige Mercedes-Entwicklungsleiter, Stefan Geyer, gegenüber den »VDI Nachrichten« an. Damit hätte der Konzern rechtzeitig zum endgültigen Verbot des alten Kältemittels 134a eine Alternative gefunden. Das aktuell von der EU als 134a-Ersatz favorisierte 1234yf lehnt das Unternehmen ab, da es bei internen Crashtests für einen Fahrzeugbrand gesorgt hatte.

Klimaanlagen-Anforderungen bis 2014

Die Anforderungen an die neuen Klimaanlagen will Daimler bis 2014 festgelegt haben, damit anschließend die Serienentwicklung beginnen kann. Geyer zufolge arbeiten die deutschen Pkw-Hersteller und Zulieferer dabei eng zusammen.

CO2 gilt aktuell als beste Alternative zu 1234yf. Wie das umstrittene Kältemittel erfüllt Kohlenstoffdioxid die Klimaschutzvorgaben der EU, ist jedoch nicht brennbar. Allerdings hat CO2 einen wichtigen Nachteil: Zurzeit gibt es keine serienreifen Klimaanlagen, die den Stoff nutzen könnten. 1234yf hingegen ist ohne große Änderungen in den aktuellen Anlagen einsetzbar.

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