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Berner & Mattner Darwin für Softwaretester

| Redakteur: Bernd Otterbach

Berner & Mattner und das University College London (UCL) entwickeln gemeinsam Methoden zur evolutionären Erzeugung von Testszenarien für die Automobilindustrie.

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Die durch Embedded Systems gesteuerten und geregelten Vorgänge in einem Fahrzeug benötigen immer mehr Software, die dann gründlich getestet werden muss. Bei einem modernen Fahrzeug sind das nicht selten mehr als zehn Millionen Zeilen Softwarecode. Die Problematik besteht darin, aussagekräftige Tests zu definieren, um bereits in der Phase der Softwaretests, möglichst viele potenzielle Fehlerquellen auszuschließen. Die Berner & Mattner Systemtechnik war bereits an der Grundlagenforschung im europäischen EvoTest-Projekt beteiligt und arbeitet nun mit dem Centre for Research on Evolution, Search and Testing (CREST) des UCL daran, die Technologie für die industrielle Anwendung weiterzuentwickeln. Ein vorrangiges Ziel des evolutionären Testens ist es, die anspruchsvollsten Testszenarien automatisch zu selektieren.

Anspruchsvolle Testfälle mit der Evolutionstheorie

„Mit Darwins Evolutionstheorie können wir außergewöhnlich anspruchsvolle Testfälle erzeugen,“ sagt Professor Mark Harman, Direktor des UCL CREST. „Wir erstellen eine virtuelle Welt, in der Fahrzeugtestszenarien miteinander konkurrieren müssen. In dieser Welt der Testszenarien muss ein Testfall anspruchsvoll sein, um zu überleben. Das Überleben der Besten hat zur Folge, dass besonders interessante Testfälle für das Testen von Automobilsoftware erzeugt werden.“

Völlig automatisiertes Testen von Embedded Systems

Dr. Joachim Wegener von Berner & Mattner erklärt die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts, das vom Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC) in Großbritannien gefördert wird: „Testen ist eine der teuersten Entwicklungsaktivitäten innerhalb der Entwicklung von Embedded Systems. Auf Suche basierende Testtechniken besitzen das Potenzial, das Testen von Embedded Systems vollständig zu automatisieren. Dies würde wesentliche Kosteneinsparungen und erhöhte Produktqualität ermöglichen. Unsere Kooperation mit UCL zielt auf die Weiterentwicklung dieser Technologien für eine reguläre Anwendung in der industriellen Praxis.“

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