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Motorsteuerung Delphi und Tula entwickeln neue Zylinder-Abschaltung

| Redakteur: Sven Prawitz

Delphi und Tula haben eine variable Zylinder-Abschaltung entwickelt, die den Kraftstoffverbrauch um bis zu zehn Prozent senken soll. Die Zulieferer stellen ihr Konzept auf dem Aachener Kolloquium vor.

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Das Dynamic-Skip-Fire-System soll deutlich effizienter funktionieren als bisherige Zylinderabschaltungen.
Das Dynamic-Skip-Fire-System soll deutlich effizienter funktionieren als bisherige Zylinderabschaltungen.
(Bild: Delphi)

Tula und der Autozulieferer Delphi stellen auf dem Aachener Kolloquium (10. bis 12. Oktober) einen neuen Ansatz für die Zylinderdeaktivierung vor. Die Dynamic Skip Fire (DSF) genannte Technik wird in einem 1,8-Liter-Vierzylinder-Ottomotor mit Abgasturboaufladung und direkter Einspritzung präsentiert. In diesem Motorkonzept soll DSF den Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß um weitere zehn Prozent senken können. Außerdem erzeugt das System laut Hersteller weniger Schwingungen als bisherige Systeme.

Die DSF entscheidet per Softwarealgorithmen in Echtzeit und vor jedem Verbrennungszyklus, welche Zylinder aktiviert oder deaktiviert werden. Als Teil der Motorsteuerung soll das System auch die Aktivierung und Deaktivierung der Ein- und Auslassventile, die Stellung der Drosselklappe und die Zündung mit der Motortechnik abstimmen. Laut John Fuerst, Vizepräsident und Entwicklungsleiter von Tula, eignet sich die DSF-Technik für weitere Anwendungen, etwa in Hybridantrieben oder um das Miller-Brennverfahren zu unterstützen. „Selbst die Kompressionszündung für Ottomotoren kann DSF unterstützen“, sagt Fuerst.

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