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Delphi Delphi verlangt Zugeständnisse

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Delphi verlangt Medienberichten zufolge von den Gewerkschaften Kostensenkungen von etwa 2,5 Milliarden Dollar.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Delphi verlangt Medienberichten zufolge von den Gewerkschaften Kostensenkungen von etwa 2,5 Milliarden Dollar. In den Verhandlungen wolle der weltweit zweitgrößte Zulieferer unter anderem durchsetzen, jederzeit Werke schließen oder verkaufen zu können, berichtete die Zeitung "Detroit News" am Dienstag, 30.08., unter Berufung auf ein Delphi-Schreiben an Gewerkschaftsführer. Auch müsse es Lohnkürzungen und den Abbau von Arbeitsplätzen über Abfindungen geben.

Die Autogewerkschaft UAW verhandelt derzeit mit Delphi und dem ehemaligen Mutterkonzern General Motors über Kostensenkungen. Bei einem Scheitern der Verhandlungen hatte Delphi angekündigt, die Sanierung möglicherweise nach Chapter 11 des US-Konkursrechts durchzuführen. Dies würde die Einflussmöglichkeiten der Gewerkschaft auf die Restrukturierungen verringern.

Die UAW hat inzwischen vorgeschlagen, dass etwa 7.000 Delphi-Mitarbeiter wieder auf die Gehaltsliste von GM zurückkehren könnten. Delphi, vor sechs Jahren von GM abgespalten, hatte im zweiten Quartal tiefrote Zahlen geschrieben und erwartet im Gesamtjahr einen Verlust in dreistelliger Millionenhöhe.