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Delphi Delphi will Geld von GM

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Der insolvente US-Autozulieferer Delphi Corporation will von der ehemaligen Muttergesellschaft GM eine einmalige Entschädigungszahlung für seine Arbeiter fordern.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der insolvente US-Autozulieferer Delphi Corporation will von der ehemaligen Muttergesellschaft General Motors (GM) eine einmalige Entschädigungszahlung für seine Arbeiter fordern. Damit solle die Last der erwarteten Lohn- und Leistungskürzungen abgefedert werden, sagte Delphi-Europa-Chef Volker Barth der "Financial Times" am Mittwoch, 02.11. Zur Höhe der Forderung an GM machte er keine Angaben.

Er hoffe, dass GM den Zahlungen als Gegenleistung für niedrigere Preise bei Komponenten zustimmen werde. Eine Alternative für die Arbeiter könne der vorgezogene Ruhestand unter den geltenden Versorgungsregelungen sein, der von GM unter bestimmten Bedingungen finanziell unterstützt werde, sagte Barth. GM hatte mitgeteilt, das Delphi-Risiko in der eigenen Bilanz betrage bis zu 12 Milliarden Dollar.

Im vergangenen Monat hatte Delphi Gläubigerschutz (Chapter 11) beantragt, nachdem Verhandlungen mit den Gewerkschaften über ein Rettungspaket gescheitert waren. Die 50.600 amerikanischen Arbeitnehmer wurden aufgefordert, Lohnkürzungen von derzeit 27 US-Dollar pro Stunde auf nur noch 9,50 Dollar zu akzeptieren.

Sollte bis Mitte Dezember keine Einigung erzielt werden, werde Delphi das Konkursgericht auffordern, die bestehenden Arbeitsverträge im Januar zu kündigen, schreibt die Zeitung. Für diesen Fall droht die Gewerkschaft UAW mit Streik.