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Reichweitenverlust im Winter Dem Elektroauto fröstelt es

| Autor / Redakteur: SP-X / Bernd Otterbach

Das E-Auto ist ein Typ für den Sommer. Im Winter verliert die Batterie rapide an Leistung. Plötzlich kommt man nur noch halb so weit, wie ein Test der Dekra ergeben hat.

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Elektroautos sind extrem kälteempfindlich. Bei minus fünf Grad kommen sie nur noch halb so weit wie bei milden 22 Grad Plus. Bei einem Test der Prüforganisation Dekra sank die Reichweite des E-Kleinstwagens Mitsubishi iMiEV bei abfallender Temperatur von 138 auf 65 Kilometer.

Um die Tests möglich realitätsnah zu gestalten, wurde bei den sommerlichen Temperaturen das Lüfter-Gebläse und im Winter die elektrische Heizung eingeschaltet. Zudem liefen bei Minusgeraden kurzzeitig die Sitz- und Heckscheibenheizung. Der dadurch erhöhte Stromverbrauch ist aber nicht die wichtigste Erklärung für den Leistungsverlust.

Entscheidend ist die geringere Speicherkapazität der Akkus bei Kälte. Bei 22 Grad gingen knapp 20 Prozent der Ladeenergie durch Verluste an der Hochvoltbatterie ungenutzt verloren, bei minus fünf Grad waren es 48 Prozent. Zusätzlich sinkt der Wirkungsgrad von Leistungselektronik und Antriebsstrang bei Frost deutlich ab.

Unterm Strich zeigte das Elektroauto ein zwiespältiges Gesicht. Bei sommerlichen Temperaturen gehe es deutlich effizienter mit der eingesetzten Energie um als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, so die Tester. Bei Frost sinke der Wirkungsgrad allerdings deutlich.

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