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Lean & Green Efficiency Award Der Verschwendung auf der Spur

| Redakteur: Claus-Peter Köth

Zum zweiten Mal wird der „Lean & Green Efficiency Award“ an Unternehmen vergeben, die besonders schonend mit Ressourcen umgehen, und dabei den Menschen als Schlüsselfaktor begreifen. Die Preisverleihung erfolgt auf dem Lean & Green Summit in Stuttgart-Fellbach.

Das Fiat-Werk im polnischen Tychy erhält den Sonderpreis „Green“ unter anderem dafür, dass es die Ressourceneffizienz hervorragend in das Produktionssystem integriert hat.
Das Fiat-Werk im polnischen Tychy erhält den Sonderpreis „Green“ unter anderem dafür, dass es die Ressourceneffizienz hervorragend in das Produktionssystem integriert hat.
(Foto: Fiat)

Die Gewinner des „Lean & Green Efficiency Award 2013“ stehen fest: Die beiden Fertigungswerke von Bosch in Stuttgart-Feuerbach und Homburg/Saar sind Doppelsieger in der Kategorie „Automotive OEM/Konzern“, und die Wolfgang Loch e. K. aus Idar-Oberstein sicherte sich Platz 1 in der Kategorie „Automotive KMU“. Erstmals zeichnete die unabhängige Jury, bestehend aus Vertretern von Wissenschaft, Verbänden, Industrie und Fachmedien, in diesem Jahr auch Unternehmen aus dem Maschinenbau aus: Das Schweinfurter SKF-Werk konnte sich in der Kategorie „Maschinenbau OEM/Konzerne“ durchsetzen und die Schreiner Group, Werk Oberschleißheim, in der Kategorie „Maschinenbau KMU“. Der Sonderpreis „Lean“ geht an das Werk Zwickau der Volkswagen Sachsen GmbH und der Sonderpreis „Green“ an die Fiat Auto Polen S.A., Werk Tychy.

Das Einzigartige am Lean & Green Efficiency Award ist die gemeinsame Bewertung von Umwelt- und Ressourcenthemen in Kombination mit Lean-Management-Ansätzen. „Die Doppelauszeichnung bestätigt uns in der Überzeugung, dass sich ökonomische und ökologische Interessen sehr gut miteinander verbinden lassen. Sie profitieren sogar voneinander“, kommentiert Dr. Werner Struth, der für Produktionssysteme und Umweltschutz zuständige Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH: „Die Steigerung der Energieeffizienz leistet sowohl einen Beitrag zum Klimaschutz als auch zur Wettbewerbsfähigkeit.“

Ökonomie und Ökologie vereint

Das Werk Stuttgart-Feuerbach ist seit Jahren der Verschwendung auf der Spur. Mit Erfolg: So ist der Energieverbrauch seit 2007 um mehr als 40 Prozent zurückgegangen. Die totalen CO2-Emissionen sanken im gleichen Zeitraum um fast 50 Prozent. Zu den Highlights des Energiemanagements gehört es, Maschinen und Anlagen systematisch abzuschalten, die Antriebstechnik von Maschinen zu optimieren und Prozesse energieeffizient zu gestalten.

Das Werk Homburg erfasst in einem sogenannten Energiewertstrom für jeden Arbeitsschritt der Produktion den Energieverbrauch. Das schafft Transparenz und identifiziert die Stellhebel, mit denen sich die Effizienz steigern lässt. Beispielsweise verbrauchen energetisch optimierte Reinigungsanlagen rund 20 Prozent weniger Energie. Ziel von Bosch ist es, mit vielen guten Ideen der Mitarbeiter und geringen Investitionen den Energieverbrauch und damit die CO2-Emissionen der Standorte deutlich zu senken.

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