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Smart Fortwo Des Kleinwagens neue Kleider

| Autor / Redakteur: SP-X / Andreas Wehner

Wenig tiefgreifende Änderungen, dafür mehr Farben und neue Extras kennzeichnen die überarbeitete Version des Zweisitzers. Die Motoren sind gleich geblieben, wurden jedoch überarbeitet und sparsamer gemacht.

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Dem Smart Fortwo war der Erfolg nicht in die Wiege gelegt. Als 1998 der erste Winzling auf den Markt kam, wurde er anfangs noch bestenfalls belächelt. Über Treibstoffpreise oder CO2-Ausstoß machten sich damals die wenigsten Autofahrer Gedanken. Zwar leuchtete vor allen Dingen Großstädtern das raumsparende Konzept des Zweisitzers ein, doch bis die Verkaufszahlen die hohen Entwicklungskosten einspielten, musste der Smart sich gegen viele Widerstände behaupten.

Vermutlich sind die Mercedes-Manager heute froh, dass sie trotz aller Anfangsschwierigkeiten an dem Zweisitzer festgehalten haben. Mittlerweile hat sich der Kleine zu einem Vorzeigefahrzeug entwickelt, das durch sein Raumkonzept und durch seine vergleichsweise geringen Emissionswerte punktet. Ab September kommen nun die überarbeiteten Modelle der zweiten Generation in den Handel. Der Einstiegspreis ist mit 9.990 Euro für das Coupé konstant geblieben, die Ausstattungsvarianten Pulse und Passion sind um 30 beziehungsweise um 100 Euro teurer geworden.

Mehr Farbe, mehr Individualisierungsmöglichkeiten und weniger Verbrauch: So lassen sich kurz zusammengefasst die wichtigsten Änderungen an dem kleinen Kultmobil umschreiben. Eine klassische Maßnahme bei einem Facelift ist die Verschönerung des Interieurs. Neue Stoffdesigns fürs Cockpit, Sitze und Türverkleidungen, eine geänderte Instrumententafel und ein neu designtes Ziffernblatt mit dunkel abgesetzter Zentrumscheibe im Kombiinstrument mit besser ablesbaren Anzeigen machen das Ambiente schon in der Basisausstattung ansprechender.

Reichhaltiges Zubehörprogramm

Doch der wie gehabt als Coupé oder Cabrio erhältlich Zweisitzer wird selten in der Basisversion gekauft. Ein wenig Luxus darf schon sein, wenn man mit dem nur 2,70 langen Kultmobil durch die Stadt fährt. Und so greifen die Käufer gern zu den höheren Ausstattungsniveaus und zum reichhaltigen Zubehörprogramm, um ihr Fahrzeug zu individualisieren.

Neben Bordcomputer, Tempomat, LED-Leuchten für den Innenraum, Klimaanlage, elektrischen Helfern für Außenspiegel und Fensterheber und Dreispeichen-Lederlenkrad, kann der Zweisitzer multimedial mit Must-Haves wie Anschlüsse für i-Pod oder i-Phone und mit einem Navigationssystem oder einer Freisprechanlange ausgerüstet werden.

Der Smart Fortwo kommt nun aber auch farbenfroher daher. Statt sechs stehen nun sieben Farbtöne zur Wahl, darunter auch ein trendiges mattes Hellgrün. Erstmals ist die sogenannte Tridion-Sicherheitszelle auch in Weiß lieferbar. Die Verdeckstoffe des Cabrios gibt es nun auch in Rot oder Blau.

Optionale LED-Tagfahrleuchten und auffällige Leichtmetallräder unterstreichen den extravaganten Anspruch. Natürlich hat ein so ausgestatteter Smart preislich die 10.000 Euro-Marke des Einstiegsmodells weit hinter sich gelassen.

Alle Motoren überarbeitet

Geblieben ist das Motorenangebot. Das Leistungsspektrum reicht vom 40 kW/54 PS Diesel bis zum 75 kW/102 PS-Ottomotor in der Brabus genannten Topversion. Letztere trägt aber zum Verkaufsvolumen nur minimal bei. Das Gros der Kunden entscheidet sich für die beiden mit Stopp-Start-System ausgerüsteten Ottomotoren mit 45 kW/61 PS und 52 kW/71 PS.

Alle Aggregate wurden überarbeitet und der Verbrauch reduziert. Im Durchschnitt begnügen sich die Triebwerke jetzt jeweils mit 0,1 Litern weniger. Die CO2-Emissionen liegen damit unter 100 g/km, nur die Brabus-Variante liegt bei 119 g/km.

Vor- und Nachteile der geringen Größe

Das Fahrgefühl hat sich nicht geändert. Das Platzangebot bleibt eingeschränkt, besonders wenn der Fahrer über lange Beine verfügt. Die früher so nervigen Kopf-Nick-Bewegungen, die die Automatik ausgelöst hatte, sind auf ein Minimum reduziert. Man hat das Gefühl, dass man deutlich schneller fährt als man tatsächlich unterwegs ist. Aber für das urbane Straßengefühl reicht es.

Und außerdem freut man sich über die Wendigkeit des Smart. Mit einem Wendekreis von knapp neun Metern hat man in der Stadt deutliche Vorteile beim Rangieren. Apropos Vorteile: Die spielt der Winzling natürlich immer noch bei der Parkplatzsuche aus. Wo andere noch einen suchen, sitzt man längst in der Eisdiele und genießt die kalte Erfrischung.

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