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North American International Auto Show 2014 Detroit schöpft neues Selbstbewusstsein

| Autor / Redakteur: sp-x/Martin Andörfer / Michael Ziegler

Auf der North American International Auto Show (noch bis zum 26. Januar) geht es wieder einmal vermehrt um Schwermetall. Der Grund ist schnell gefunden. Die Gewinnung von Öl und Gas aus tiefem Gestein in den Vereinigten Staaten macht der Autoindustrie und der ganzen Nation Mut.

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In Detroit rücken 2014 wieder Pick-Ups, XL-SUV und V8-Motoren in den Vordergrund.
In Detroit rücken 2014 wieder Pick-Ups, XL-SUV und V8-Motoren in den Vordergrund.
(Foto: SP-X/Matthias Knödler)

Erstmals seit langer Zeit entstehen Arbeitsplätze in großer Zahl und werden wieder mehr der wertvollen Rohstoffe innerhalb der eigenen Grenzen gefördert, als importiert werden müssen. Das lässt die Träume vom Elektroauto und nachhaltiger Energiegewinnung platzen wie Seifenblasen im Wind, in Detroit rücken Pick-Ups, XL-SUV und V8-Motoren wieder in den Vordergrund.

Neben den Stars aus deutschen Landen, bei denen die neue C-Klasse von Mercedes-Benz, der Porsche 911 Targa sowie die Studien Beetle Dune von VW und der Audi Allroad Shooting Brake durchaus Oscar-verdächtig sind, setzen die heimischen Hersteller vermehrt auf Luxus-Karossen und Sportwagen.

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So steht das Cadillac ATS Coupé als Konkurrenz für den 4er BMW -der als M-Version ebenfalls in Detroit debütiert - oder den Audi A5 als Weltpremiere in Detroit. Motoren mit vier und sechs Zylindern und bis zu 428 PS stecken unter der Haube des kantigen Premium-Coupés. Noch mehr Leistung gibt es bei Chevrolet zu bestaunen. Die Marke, die sich demnächst aus Europa verabschieden wird, stellt die 625 PS starke Rennstrecken-Version der Corvette Stingray als Z06 vor. Der Supersportler wird wohl als einzige Baureihe im Portfolio ab 2015 auch bei uns weiter angeboten werden, dann vermutlich unter Opel-Regie.

Die Fiat-Tochtergesellschaft Chrysler strengt sich in der Mittelklasse an. Die ehemalige Sebring-Limousine tritt nun als wirklich neuer Chrysler 200 auf. Mit durchaus gefälligen Formen, vor allem aber mit der Basistechnik, die bald auch der italienischen Schwestermarke Alfa Romeo die Zukunft erleichtern soll. Auf der gemeinsam entwickelten Plattform werden die Giulietta und der Nachfolger des 157 aufbauen. Dass der Chrysler 200 jedoch, wie andere Mitglieder der amerikanischen Familie, als Lancia nach Europa kommen wird, ist eher unwahrscheinlich. Vor allem nach Gerüchten, die von einem Rückzug Lancias zumindest aus Deutschland wissen wollen. Wie auch immer, den Chrysler 200 gibt es mit einem 2,4-Liter-Vierzylinder, der 184 PS leistet und einem 3,6-Liter-V6 mit 295 PS.

Die Pick-Ups starten wieder durch

Die neuen Rohstoff-Funde haben die beliebteste Fahrzeug-Klasse der Vereinigten Staaten, die Pick-Ups, wieder weit nach vorne gespült. Marktführer Ford erneuert die F-150-Serie, ein kaum an Variantenreichtum zu überbietendes leichtes Nutzfahrzeug, das seit Jahren die Rolle des amerikanischen Bestellers übernommen hat. Immerhin ließ sich das Gewicht des Brummers durch üppigen Aluminiumeinsatz verringern. Rund 320 Kilogramm hat die Rosskur gebracht, das erlaubt den Einsatz weniger starker Motoren, die auch weniger verbrauchen. Außerdem gibt es eine automatische Laderampe, über die sich Quads oder andere Gefährte auf die Ladefläche fahren lassen. Der große V8 mit 6,2 Liter Hubraum ist nicht mehr im Programm, vorerst zumindest, weniger als sechs Zylinder gibt es aber nicht.

GMC erneuert die Pick-Up-Serie Canyon und der Dodge Ram wurde unter Chrysler-Fittichen ebenfalls in der Klasse der leichten Nutzfahrzeuge mit einigen verjüngenden Pinselstrichen für die neue Saison aufgehübscht.

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