Insolvenz Deutsche Automotive-Sparte von Boryszew sucht Investoren

Autor Jens Rehberg

Die hiesigen Tochterunternehmen des polnischen Zulieferers von Kabeln und Kunststoffelementen sind in finanzielle Schieflage geraten.

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(Bild: gemeinfrei)

Der Sanierungsgeschäftsführer der drei deutschen Gesellschaften von Boryszew strebt eine Übernahme der Betriebe durch einen neuen Investor im ersten Quartal des kommenden Jahres an. Dies hat die Kanzlei Schultze & Braun, die die Restrukturierung unterstützen soll, am Monatsbeginn mitgeteilt.

Mitte Oktober hatte das Amtsgericht Braunschweig im Rahmen der Insolvenzverfahren gegen die Theysohn Kunststoff GmbH und die Theysohn Formenbau GmbH mit Standorten in Salzgitter und Langenhagen sowie eine Holding-Gesellschaft den Rechtsanwalt Silvio Höfer zum vorläufiger Sachwalter bestellt. Als Hauptursache für die Probleme gelten die während der Pandemiephase stark angestiegenen Energie- und Rohstoffkosten.

Restrukturierung in Eigenregie

Laut der Mitteilung wird die weltweite Investorensuche von der Wirtschaftsprüferin und Fachberaterin für Restrukturierung & Unternehmensplanung Isabelle Pernegger (Rödl & Partner) koordiniert.

Die Restrukturierung in Eigenregie läuft seit dem 13 Oktober. „Von den größten Kunden erfahren wir großen Rückhalt, beispielsweise durch zusätzliche Abrufe“, versichert Nils Andersson-Lindström von Schultze & Braun.

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