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Automatisiertes Fahren Deutsche Hersteller führend beim automatisierten Fahren

| Redakteur: Jens Scheiner

Deutsche Automobilhersteller sind bei der Entwicklung und Markteinführung (teil-)automatisierter Fahrzeuge weltweit führend. Das ermittelten die Strategieberatung Roland Berger und die fka Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen mbH Aachen in einer Studie.

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Deutsche Automobilhersteller sind führend bei der Entwicklung und Markteinführung von (teil-) automatisierten Fahrzeugfunktionen.
Deutsche Automobilhersteller sind führend bei der Entwicklung und Markteinführung von (teil-) automatisierten Fahrzeugfunktionen.
(Foto: Bernhard Huber)

Deutsche Automobilhersteller sind laut der Studie derzeit führend bei der Entwicklung und Markteinführung von (teil-)automatisierten Fahrzeugfunktionen, gefolgt von den USA. Das liege vor allem daran, dass sie teilautomatisierte Fahrfunktionen nicht nur in Premiummodellen, sondern in vielen Fällen auch im Volumensegment anbieten. In den USA dagegen sei das Angebot vor allem auf Fahrzeuge der Oberklasse begrenzt. Das mag unter anderem daran liegen, dass traditionelle US-Fahrzeughersteller gegenüber deutschen OEMs technologisch hinterherhinken. Nicht zuletzt deshalb ist der Einfluss branchenfremder Marktteilnehmer hier besonders groß: „In den USA kommen technologische Innovationen nicht aus der Automobilindustrie, sondern von Firmen wie Google oder Uber“, sagt Wolfgang Bernhart, Partner bei der Strategieberatung Roland Berger.

Hinter Deutschland und den USA folgt Schwedens Automobilindustrie, die ebenfalls etliche Fahrerassistenzfunktionen in Serienfahrzeugen anbietet. Ein besonderer Fokus liegt hier auf innovativen Sicherheitstechnologien. Auf den mittleren Plätzen des Ranking stehen französische und japanische OEMs, die trotz eines hohen technologischen Entwicklungsstandards ihre Modelle nur selten mit automatisierten Fahrfunktionen ausstatten. Schlusslicht bilden Automobilhersteller aus Großbritannien, Italien, China und Südkorea, die so gut wie keine automatisierten Assistenzsysteme anbieten.

Neue Wettbewerber

Das komplexe hoch- oder vollautomatisierte Steuern von Fahrzeugen ist nicht nur technologisch eine Herausforderung für die traditionellen Fahrzeughersteller (OEMs) – durch den hohen Bedarf an Software und die Verarbeitung riesiger Datenmengen sind zunehmend auch branchenfremde Akteure wie IT-Unternehmen an dem Thema beteiligt. Dabei hängt die Spitzenposition einzelner Automobilnationen von zwei zentralen Indikatoren ab: in erster Linie von der Industrie, das heißt vom Entwicklungsstand der Fahrzeuge nationaler Automobilhersteller und von der Unterstützung durch Universitäten oder Forschungsinstitute bei Forschung und Entwicklung. Zum zweiten vom Faktor Markt, also von der Marktgröße und den rechtlichen Rahmenbedingungen.

„Mit unserem neuen Index können wir die Wettbewerbspositionen der wichtigsten Märkte anhand einheitlicher Indikatoren vergleichen, und daraus die Chancen und Risiken für die einzelnen Länder ableiten.“ sagt Wolfgang Bernhart, Partner von Roland Berger Strategy Consultants.

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