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Peking Auto Show 2014 Deutsche Vielfalt auf Chinas Straßen

| Autor / Redakteur: SP-X / Julian Wewer / Michael Ziegler

Traumhafte Wachstumsraten, beeindruckende Verkaufszahlen, immer wieder neue Rekorde: China ist das Schlaraffenland der deutschen Automobilhersteller, für einige bereits der wichtigste Einzelmarkt, für die anderen wird er das bald sein.

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Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung bei VW, präsentiert in Peking das „TT offroad concept“.
Prof. Dr. Ulrich Hackenberg, Vorstand für Technische Entwicklung bei VW, präsentiert in Peking das „TT offroad concept“.
(Foto: SP-X)

Allein die Marke VW verkaufte 2013 in China 2,5 Millionen Fahrzeuge, 500.000 Einheiten waren es bei Audi, rund 220.000 bei Mercedes, 392.000 bei BMW und 37.000 Porsche kamen im Reich der Mitte neu auf die Straßen. Zusammen rund 3,6 Millionen Einheiten, und damit mehr als 2014 für den gesamten deutschen Markt erwartet werden.

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Die Chinesen lieben Autos der deutschen Premium-Hersteller. Acht der 20 meistverkauften Modelle in China sind VW, würde man nur auf die Metropolen und Wirtschaftszentren schauen, sehe der Anteil noch imposanter aus. VW-Bestseller sind der aus den USA importierte Jetta mit langem Radstand, die China-Version Magotan und die insgesamt gleich fünf verschiedenen Jetta-Modelle, gibt es doch in China nicht nur „einen Volkswagen“, sondern eigentlich drei – zählen doch die beiden Joint-Ventures im Norden und Süden des Riesenreiches dazu.

Die „Neuen“ auf der Peking Auto Show

Der rein deutsche VW steigerte seine Verkäufe im ersten Quartal dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum um 14,1 Prozent auf 683.000 Einheiten. Dass der überarbeitete Touareg seine Weltpremiere auf der Peking Auto Show (23. bis zum 29. April) feiert, ist kein Zufall. Mit 75.000 bis 80.000 Verkäufen jährlich ist China der wichtigste Markt für den großen Geländegänger, dessen Neuauflage im Herbst dann auch auf den deutschen Markt kommen wird.

Einen starken Auftritt legt auch der Golf R400 hin. Der Name ist Programm, verfügt die Studie doch über einen 400 PS starken 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbo, der das Allradmodell in nur 3,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und anschließend auf bis zu 280 km/h beschleunigen lassen soll. 2015 kommt der neue Tiguan. Dann auch in einer Langversion mit 25 Zentimeter mehr Radstand, die auch in Deutschland zu haben sein wird, in den USA hingegen das einzige Angebot sein wird.

Der Spaß am Selberfahren

Auch Porsche nutzt die Messe für eine Weltpremiere, zeigt dort erstmals die GTS-Versionen von Boxster (330 PS) und Cayman (340 PS). Beide haben 15 PS und zehn Newtonmeter mehr als die S-Modelle und sollen helfen, die Verkäufe bei den Sportwagen der Marke zu steigern. Deren Anteil lag bislang bei rund 4.500 von 37.000 Einheiten 2013. Die chinesischen Kunden bevorzugen Modelle wie den Cayenne und den Panamera, entdecken erst langsam den Spaß am Selberfahren, statt wie hier oft üblich mit Chauffeur. Der 911 gilt hier, ob seiner Kompaktheit, als kleines Frauenauto. Für Porsche ist China der zweitwichtigste Markt – noch. Denn mit Start des Macan im Juli dürfte er schon bald die Nummer eins sein.

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