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Hybridfahrzeuge Die Antriebs- und Hybridstrategie von Lexus

| Autor / Redakteur: Jens Meiners / Thomas Günnel

Als Pionier der Elektrifizierung definiert sich die japanische Nobelmarke Lexus in erster Linie über den Hybridantrieb. Anlässlich der Premiere der IS-Limousine erläutert Lexus-Europadirektor Paul van der Burgh die Antriebs- und Produktstrategie der Marke.

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Die dritte Modellgeneration des Lexus IS steht für eine abrupte Abkehr vom Dieselmotor – dafür wird jetzt erstmals ein Hybridantrieb verbaut. „Wir denken momentan nicht an einen Diesel“, sagt Chefentwickler Junichi Furuyama.
Die dritte Modellgeneration des Lexus IS steht für eine abrupte Abkehr vom Dieselmotor – dafür wird jetzt erstmals ein Hybridantrieb verbaut. „Wir denken momentan nicht an einen Diesel“, sagt Chefentwickler Junichi Furuyama.
(Foto: Lexus)

Nachdem der binäre Antrieb bereits in den Baureihen RX (Geländewagen), LS (Oberklasse), GS (obere Mittelklasse) und CT (untere Mittelklasse) Einzug gehalten hat, kommt jetzt auch die sportliche, in der gehobenen Mittelklasse angesiedelte IS-Baureihe in den Genuss eines teilelektrifizierten Antriebsstrangs. Gerade an diesem Modell lässt sich die Antriebsstrategie der Toyota-Tochter deutlich ablesen.

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Sportlich-puristisch seit 1998

Die erste, seit 1998 gebaute Modellgeneration des Lexus IS war sportlich-puristisch ausgelegt und zielte damit direkt auf den BMW 3er. Als Schwestermodell des Toyota Altezza, der mit hochdrehenden Vierzylinder-Motoren ausgestattet und den asiatischen Märkten vorbehalten ist, debütierte der hinterradgetriebene Lexus IS ausschließlich mit Sechszylinder-Reihenmotoren, die an ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder eine Sechsgang-Automatik gekoppelt waren. Eine Instrumentierung im Chronographen-Design und eine nachgereichte, sportlich ausgelegte Kombivariante unterstrichen den dynamischen Charakter der damals eher für sänftenartigen Komfort bekannten Marke.

Gleichteile-Strategie ab 2005

Die zweite IS-Generation, seit 2005 im Angebot, hob das Design auf eine neue Ebene, wies technisch jedoch pragmatischere Ansätze auf. Man verfolgte nunmehr eine Gleichteile-Strategie mit der größeren GS-Baureihe; die seidenweichen Reihenmotoren wichen kompakteren und kostengünstigeren V6-Motoren. Das anfangs noch angebotene Schaltgetriebe wurde beim V6 rasch aus dem Programm genommen. Dafür bot man jetzt einen Vierzylinder-Dieselmotor an, dem wiederum die bei Flottenkunden gefragte Automatik fehlte. Bei dieser Variante ließ die Zuverlässigkeit zu wünschen übrig – eine für Lexus-Kunden völlig neue Erfahrung. Als Solitär wurde eine Hochleistungsvariante namens ISF mit V8-Motor nachgereicht – sie zielte direkt auf BMW M3 und die AMG-Varianten der Mercedes C-Klasse.

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