Vernetzung Die Cloud unterstützt intelligentes Energie-Management

Redakteur: Michael Ziegler

Kommunikation und Mobilität sind zwei der einflussreichsten und sich am schnellsten verändernden Bereiche des täglichen Lebens. Das Grazer Forschungszentrum Virtual Vehicle arbeitet daran, durch die Vernetzung dieser Bereiche ein möglichst intelligentes Energiemanagement zu entwickeln und so den Energieverbrauch zu reduzieren.

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Mithilfe der „Cloud“ mehr Intelligenz, höhere Sicherheit und weniger Energieverbrauch für Fahrzeuge: Das Forschungszentrum Virtual Vehicle arbeitet an neuen Lösungen.
Mithilfe der „Cloud“ mehr Intelligenz, höhere Sicherheit und weniger Energieverbrauch für Fahrzeuge: Das Forschungszentrum Virtual Vehicle arbeitet an neuen Lösungen.
(Foto: Fotolia /VIRTUAL VEHICLE)

Sogenanntes „Comprehensive Energy Management“ lässt zukünftig E-Fahrzeuge mit der Umgebung kommunizieren. Resultate der Entwicklung sind neben einem optimierten Energiemanagement auch mehr Sicherheit im Straßenverkehr, eine höhere Reichweite und ein verbesserter Komfort der Fahrzeuge.

„Wir bewegen uns jetzt schon in einer Cloud“, beschreibt Dr. Daniel Watzenig, Bereichsleiter bei Virtual Vehicle für das Entwicklungsgebiet „Electrics, Electronics und Software“, die heutige Welt der Informationen. Fahrten von A nach B werden bereits heute durch GPS-Daten, durch Hinweise zu Fahrtziel und Streckenverlauf, oder durch Verkehrs-, Wetter- und Fahrbahnmeldungen zumeist bequemer und sicherer. „Bisher jedoch waren diese Informationen entweder nur vereinzelt abrufbar oder haben in einer regelrechten Informationsflut den Fahrer überrannt.“ so Watzenig. Es sei daher notwendig, einerseits so viele Informationen wie möglich von außen in das Fahrzeug zu holen. Andererseits sei es jedoch auch notwendig, diese Informationen zu filtern, nach ihrer Relevanz zu sortieren und im Fahrzeug dem Einsatzzweck entsprechend zu verwerten.

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Information Harvesting

Die Forscher des Grazer Virtual Vehicle haben dafür einen neuen Begriff geprägt, das sogenannte „Information Harvesting“. Die begrenzte Rechenpower in Fahrzeugen reicht heute nicht aus, um alle notwendigen Informationen auf einmal lokal auszuwerten. Daher werden nur maßgeschneiderte Informationspakete dem Fahrzeug bereitgestellt, die für den jeweiligen Anwendungs-Fall relevant sind. „Es geht dabei nicht darum, zentral nur Daten herunterzuladen, wie es etwa schon bei klassischen Cloud-Lösungen für Smartphone und Laptops der Fall ist – Dropbox oder Google Drive sind Beispiele dafür. Wichtig ist darüber hinaus der Zugriff auf andere Datenquellen oder externe Server. Informations-Quellen können das Internet sein, sowie proprietäre Informationen wie GPS, als auch natürlich fahrzeugspezifische Informationen zu Verkehrsrouten, Fahrverhalten oder momentanem Aufenthaltsort“, erklärt der Projekt-Researcher am Virtual Vehicle Wenpu Lu.

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