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Leichtbau-Gipfel 2012 Die leichte Karosserie

| Redakteur: Thomas Günnel

In der Session „Karosserie“ des Leichtbau-Gipfels 2012 stellten die Referenten unter Leitung von Ralf Anderseck, Prospecting Partners, ihre Ansätze zu einer leichten Karosserie vor.

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Als Einstieg in das Thema referierte Dr.-Ing. Christian Handing von der Benteler Automobiltechnik GmbH zum Einsatz von modernen Leichtbauwerkstoffen im Automobilbau. Handing gab einen Überblick über das Leichtbau-Portfolio von Benteler und die unterschiedlichen Festigkeiten der Werkstoffe. Dabei ging er auch auf den Einfluss der Herstellung auf die Festigkeit ein.

Effiziente Elektromobilität in Ultraleichtbauweise demonstrierte Dr.-Ing. Jens Werner vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik in Dresden. Am Beispiel des InEco-Projektes der TU Dresden, in dessen Rahmen das gleichnamige Ultraleichtbaufahrzeug entstanden ist, zeigte Werner die Zusammenhänge zwischen Leichtbau und Elektromobilität auf. Er ging dabei auch auf die Energiebilanz der Werkstoffe ein. Hier veranschaulichte er anhand von Berechnungen, welcher Verbrauchsvorteil eines Elektrofahrzeuges notwendig ist, um eine ausgewogene Energiebilanz über die Laufleistung für das Leichtbaufahrzeug zu erzielen. Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrages waren zudem die Antriebskonzepte eines Elektrofahrzeuges – vom Zentralmotor über zwei radnahe Elektromotoren hin zum Radnabenmotor. Mit Blick auf die Ziele des InEco-Projektes stellte Werner zudem die Projektpartner vor und dankte den für die Co-Finanzierung durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung und der Sächsischen Aufbaubank.

Dass vor allem die richtige Mischung der Werkstoffe Potential hat, verdeutlichten Ralf Krähe und Bastien Nadaud von der Tower Automotive Holding GmbH, beziehungsweise der Imperia GmbH. Beide gingen auf die prinzipiellen Bauweisen im Leichtbaumix und strukturelle Anforderungen ein. An unterschiedlichen Beispielen verdeutlichten die Referenten die Gewichtsersparnis bei den Bauteilen sowie deren Verhalten beim Beaufschlagen mit einer Kraft. Den Abschluss bildete ein Einblick in die Prozesskette und –planung der unterschiedlichen Werkstoffe und eine Diskussionsrunde mit allen Referenten und Teilnehmern der Session.

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