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Wirtschaft Die Macht bei Osram ist gebrochen

Autor / Redakteur: Hendrik Härter / Lena Bromberger

Mit insgesamt 99,77 Prozent hat der Aufsichtsrat bei Osram den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit AMS zugestimmt. Der Licht-Konzern begibt sich damit komplett in Abhängigkeit von AMS.

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Mit 99,77 Prozent stimmte der Aufsichtsrat von Osram dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit AMS zu.
Mit 99,77 Prozent stimmte der Aufsichtsrat von Osram dem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit AMS zu.
(Bild: Osram)

Mit 99,77 Prozent der vertretenen Stimmrechte hat die Osram-Hauptversammlung heute einem Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit dem österreichischen Sensorenhersteller AMS zugestimmt. Somit wurde das erforderliche Quorum von mindestens 75 Prozent erreicht. „Damit können Osram und AMS gemeinsam den europäischen Weltmarktführer für optische Lösungen schmieden“, sagte Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender von Osram.

Die rechtliche Umsetzung des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird um den Jahreswechsel erwartet. Zuvor muss der Vertrag mit dem Mehrheitsaktionär AMS in das Münchner Handelsregister eingetragen werden. Der österreichische Sensor-Spezialist AMS hielt vor der außerordentlichen Hauptversammlung bereits rund 70 Prozent der ausstehenden Aktien an Osram. Der operative Start des gemeinsamen Unternehmens wird für Anfang 2021 erwartet.

Erlöse im Automobilsektor um knapp ein Drittel eingebrochen

In den vergangenen Quartalen musste Osram Einbußen hinnehmen, nicht nur aufgrund einer schwächelnden Automobilindustrie. Auch die Corona-Krise hat das Unternehmen getroffen. Allerdings lief es zuletzt wieder besser, wie das Handelsblatt im September berichtete. Im Geschäftsbereich Automotive gingen die Erlöse um 35,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 282 Millionen Euro zurück. Außerdem musste sich AMS frisches Kapital holen, wie sich das langfristig auf Osram auswirken wird, bleibt abzuwarten.

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