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MBtech Die Mobilität der Zukunft

Autor / Redakteur: Philippe Obry / Christian Otto

Autos, die selbstständig zur Waschanlage fahren, sich an der Elektro-Ladesäule alleine aufladen und Wege nicht leer, sondern nur mit Passagieren zurücklegen: Das wäre eine neue Art der Mobilität für die Stadt der Zukunft. Vorbereitet werden diese Entwicklungen bereits heute.

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Wer auch zukünftig die Kundenwünsche befriedigen will, braucht Visionen wie den Link & Go 1 und 2.
Wer auch zukünftig die Kundenwünsche befriedigen will, braucht Visionen wie den Link & Go 1 und 2.
(Bild: MtTech/Akka)

Machen wir uns nichts vor: Wir bewegen uns in einem Markt, der immer dynamischer wird. Anspruchsvoller. Komplexer. Man kann das lauthals beklagen, sich mit Händen und Füßen dagegen wehren und mit Karacho an den Bedürfnissen der Kunden vorbeirauschen. Oder man begreift die Entwicklung als Chance, setzt sich damit intensiv auseinander und sucht nach neuen Möglichkeiten.

Wer seinen Kunden richtig und nachhaltig unterstützen will, muss vor allem erst einmal eines: ihn, sein gesamtes Produkt und den entsprechenden Markt verstehen. Dazu gehört, dass man sich nicht nur mit den heutigen Trends und Technologien auseinandersetzt – sondern auch den Mut für Visionen hat. Das ist der Weg, den Akka und MBtech gehen. Unter dem gemeinsamen Dach Akka Research werden seit über einem Jahr Kundenbedürfnisse analysiert, Synergien identifiziert und Zukunftsentwicklungen vorbereitet. Ziel ist es, die Erfahrungen, das Know-how und die Ideen eines weltweit agierenden Unternehmens grenzübergreifend zu bündeln und zum Wohle des Kunden zu nutzen.

Blick über den Tellerrand nötig

Ein großer Vorteil dieses Geschäftsmodells: Akka Research blickt über den Tellerrand hinaus. Denn in Analyse und Entwicklung fließt die Expertise verschiedener Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Automobilbau und Energietechnik ein. Auf diesem Weg lassen sich technologische Lösungen mit dem Wissen um ganzheitliche Entwicklungsprozesse realisieren. Davon profitieren alle: Die Kunden, aber auch die Mitarbeiter, die die Chance haben, bei globalen und interdisziplinären Innovationsprojekten mitzuwirken sowie ihre Kreativität und Ideen einzubringen. So war das auch bei Link & Go – einem emissionsfreien, rein elektrischen Konzeptfahrzeug, das autonom fahren und parken kann, mit Fahrer oder Passagieren kommuniziert und über soziale Netzwerke zum Mitfahren und Teilen einlädt.

Preis für Innovation und Zusammenarbeit

Dabei werden Technologien aus Branchen wie Automobilindustrie, Aerospace und Schienenverkehr miteinander verbunden. Daran beteiligt waren Ingenieure von unterschiedlichen Standorten in Frankreich und Deutschland. Eine ausgezeichnete Idee. Und das ist mittlerweile sogar amtlich: Am 7. November nahmen die Akka-Research-Projektleiter Luc Barthelemy und Jérôme Julien stellvertretend für das gesamte Team in Paris den „Großen Engineering-Preis“ von Syntec Engineering für Link & Go entgegen. Vergeben wird die Auszeichnung vom französischen Ministerium für Ökologie, nachhaltige Entwicklung, Transport und Wohnungswesen zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Finanzen und Industrie, Syntec-Engineering und der Group Moniteur. Gewürdigt wurde nicht nur die technologische Innovation, sondern auch die grenzenlose Zusammenarbeit der Beteiligten.

Link & Go 2.0: Die mobile Zukunft

Auf dem Genfer Automobilsalon 2014 stellte Akka gemeinsam mit MBtech die Evolution von Link & Go vor. Das Konzept „Link & Go 2.0“ fügt sich in ein visionäres Umfeld und die urbane Landschaft der Zukunft ein. Ziel des Projekts ist, das Thema Stadt und Mobilität neu zu denken. Es bringt die Menschen als Nutzer des Systems und das System selbst auf neue Art und Weise zusammen. In der Stadt der Zukunft soll Stress reduziert und das Wohlbefinden erhöht werden, indem ein weniger beengendes Umfeld geschaffen wird, das ruhiger und umweltverträglicher ist. Die Einrichtung von Fußgängerzonen wird Hand in Hand gehen mit der Entwicklung von Treffpunkten, an denen sich Autos, Fahrräder und Fußgänger Seite an Seite in einem konstanten Mobilitätsfluss bewegen werden.

Ein absolut autonomes Fahrzeug

Der Benutzer wird in allen Teilen der Stadt Zugriff auf Link & Go 2.0 haben, der ihn dorthin fährt, wohin er möchte. Die Mitfahrer werden sich in einer ergonomischen Umgebung befinden, in der sie all das tun können, was sie auch zuhause oder am Arbeitsplatz tun würden: einen Film schauen, die Zeitung lesen, arbeiten, mit der Außenwelt kommunizieren, online gehen etc. Link & Go 2.0 ist ein absolut autonomes Fahrzeug, das über keinen manuellen Modus verfügt. Denn das Hauptziel ist es, die Mobilität zu verbessern. Das Auto ist autark in der Art, wie es fährt und in der Art, wie es Serviceleistungen verwaltet. Wenn es nicht gebraucht wird, fährt es automatisch dorthin, wo je nach Tag und Uhrzeit statistisch gesehen Bedarf besteht. Wenn das Fahrzeug Strom benötigt, fährt es von selbst zu einer Ladestation. Wenn es gewaschen werden muss, fährt es selbstständig zu einer Waschanlage, und so weiter.

So soll die Mobilität in der Stadt der Zukunft aussehen: Intelligente Fahrzeuge kommenohne Fahrer aus, sind komfortabel und kommunikationsfähig.
So soll die Mobilität in der Stadt der Zukunft aussehen: Intelligente Fahrzeuge kommenohne Fahrer aus, sind komfortabel und kommunikationsfähig.
(Bild: MtTech/Akka)

360°-Analyse der Umgebung

Damit es sich frei bewegen kann, ist Link & Go 2.0 mit Lasersensoren und Kameras ausgestattet, die die komplette Umgebung analysieren können – 360°, ohne blinde Flecken. Das Auto kann auf allen städtischen Straßen fahren, einschließlich Gemeinschaftsbereichen, traditionellen Straßen und Stadtautobahnen. Link & Go 2.0 ist eine vollständig elektrische und vernetzte Plattform. Design und Aufbau sind schlicht gehalten: Es gibt vier Lenk- und Antriebsräder, die alle essenziellen Funktionen der Plattform steuern. Diese Antriebsräder verfügen über neuartige Brems- und Energiegewinnungstechniken.

Halbtransparente Bildschirme in den Fenstern

Link & Go 2.0 ist vollgepackt mit Tools für die Kommunikation mit Benutzern, mit Menschen in der Nähe des Fahrzeugs und mit anderen Fahrzeugen. Die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen hilft bei der Steuerung von Verkehr und Services in verschiedenen Bereichen. Das Fahrzeug kommuniziert mit seiner Umgebung mithilfe eines Lichtsystems, das Informationen über Auto und Umfeld enthält (etwa Reiseziel, Reiseverlauf, Verfügbarkeit des Fahrzeugs). Dem Nutzer bietet Link & Go 2.0 zahlreiche Services, wie zum Beispiel Touristeninformationen, Videokonferenzen und Internetzugang, die individuell an die Bedürfnisse des Passagiers angepasst werden.

Auch der Innenraum kann nach den Vorstellungen des Benutzers gestaltet werden. Für den Fahrgastkomfort wurden zudem halbtransparente Bildschirme in die Fenster eingebaut, um so viele Leistungen wie möglich anzubieten. Der Benutzer behält die vollkommene Kontrolle über das Fahrzeug, indem er Absichten und Bedürfnisse deutlich macht – es dann aber dem Link & Go 2.0 überlässt, den besten Weg dorthin zu finden.

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