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Honda e

„Die technischen Herausforderungen sind nicht das Problem“

| Autor/ Redakteur: Ampnet / fw / Maximiliane Reichhardt

Mindestens 33.850 Euro soll der Stromer von Honda kosten, und noch einmal 3.000 Euro mehr für die stärkere Variante mit 154 PS (113 kW). Im Vergleich mit Wettbewerbern ist das nicht nur teurer – auch die Reichweite fällt deutlich geringer aus. Honda-e-Projektleiter Kohei Hitomi erklärt die Hintergründe.

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Hondas erstes Elektroauto „e“ auf der IAA in Frankfurt.
Hondas erstes Elektroauto „e“ auf der IAA in Frankfurt.
(Bild: Frank Wald)

Der kleine Honda „e“ zieht auf der IAA vor allem mit seinem schnörkellos-puristischen Design die Blicke auf sich. Bei der inoffiziellen Elektroauto-Währung (Preis für Reichweite) langt der kleine Japaner jedoch ordentlich zu: Ab 33.850 Euro startet der Honda „e“ mit einem 136 PS-Elektromotor an der Hinterachse, 36.850 Euro kostet die Variante mit 154 PS und zusätzlicher Ausstattung. In beiden Fällen jedoch beschränkt der 35,5-kWh-Akku die Reichweite auf lediglich 220 Kilometer. Das ist deutlich weniger als bei den Wettbewerbern wie dem Opel Corsa-e (330 km), dem Peugeot e-208 (340 km) oder dem Renault Zoe Z.E. 40 (300 km). Kohei Hitomi, Projektleiter des Honda „e“ erklärt die Hintergründe im Kurzinterview:

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Mit dem Honda „e“ feiern Sie ein Elektroauto-Debüt. Kleiner Schönheitsfehler: Das Verhältnis von Preis und Reichweite liegt gut 100 Kilometer unter dem der meisten Konkurrenten. Wie ist das zu erklären?

Die Reichweite ist natürlich immer proportional zur Batteriegröße. Man muss das in der Gesamtheit betrachten. Was ich in Reichweite und damit an Geld in Batteriegröße und Fahrzeugkonzeption stecke, kann ich nicht in anderes investieren. Uns waren jedoch die kompakte Bauform, Antrieb und Dynamik des Fahrzeugs, das Design, Infotainment und Konnektivität wichtiger als die reine Reichweite. Trotz kompakter Batteriegröße wollten wir die ganze Funktionalität, auch wenn der Kunde dann öfter mal nachladen muss. Und im Grundkonzept ist der Honda „e“ ein urbanes Fahrzeug. Dafür ist die Reichweite nicht so entscheidend.

Viele Hersteller entwickeln ihr erstes Elektroauto als SUV oder Crossover. Warum hat Honda sich den klassischen Klein- oder Kompaktwagen ausgesucht?

Das entstand aus zwei gleichzeitigen Überlegungen. Wir wollten zunächst ein kompaktes Fahrzeug entwickeln, nicht unbedingt mit Elektroantrieb. Wenn man aber heutzutage über ein Elektroauto nachdenkt, dann macht auch in unseren Augen ein urbanes Fahrzeug am meisten Sinn. Da wo die lokalen Abgasbelastungen am größten sind, ist man sinnvollerweise mit einem Null-Emissions-Auto unterwegs. So war also die Größe für uns das Hauptanforderungsziel. Daraus ergaben sich dann alle weiteren Anforderungen wie etwa die Batteriegröße oder die Leistungsfähigkeit der Elektromotoren.

Bis 2025 sollen alle Honda-Neuwagen in Europa elektrifiziert sein. Wie wird das Verhältnis Hybrid- und Elektroantrieb aussehen?

Es sind erstmal keine weiteren Batterie-Elektroautos geplant. Der Rest wäre ein Mix aus herkömmlichen Hybridfahrzeugen oder gekoppelt mit Plug-in-Technik. Aber Honda ist für seine Flexibilität bekannt. Wenn Bedarf besteht, können wir reagieren.

Was sind Hondas größte Herausforderungen auf dem Weg in die Elektromobilität? Stichwort Batteriemanagement, Dauerhaltbarkeit, Reichweite?

Die technischen Herausforderungen, sind nicht so sehr das Problem, weil man im Prinzip weiß, was zu tun ist. Egal ob Reichweite, Miniaturisierung der Batterie, Energiedichte, Dauerhaltbarkeit – das alles sind Sachen, die einen Ingenieur reizen und herausfordern. Viel schwieriger sind die Fragen: Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Was sind die Ansprüche an den Individualverkehr? Welche Bedürfnisse haben die Kunden in Zukunft? Wo ist die Akzeptanzgrenze? An der Gestaltung des Individualverkehrs in der zu erwartenden Infrastruktur müssen wir mitarbeiten, um zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Lösung parat zu haben. Das sind die größten Kopfschmerzen, die man übrigens nicht nur bei Honda hat.

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