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Schaeffler Die Zeit drängt

| Redakteur: Thomas Weber

Ohne staatliche Hilfe wird der hoch verschuldete Schaeffler-Konzern nach Einschätzung der bayerischen SPD nur noch kurze Zeit überleben können.

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„Die Zeit drängt“, sagte Landtagsfraktionschef deer bayerischen SPD, Franz Maget, am heutigen Freitag in Herzogenaurach. „Die Frage entscheidet sich in den nächsten Wochen.“ Schaeffler wolle in Kürze ein Finanzierungskonzept vorlegen, sagte Maget nach einem Gespräch mit der gleichnamigen Eigentümerfamilie. Dann müsse die Politik über staatliche Hilfen entscheiden.

Maget bezifferte den Überbrückungsbedarf auf fünf bis sechs Milliarden Euro für die nächsten zwei bis drei Jahre. Noch lägen aber nicht alle Zahlen auf dem Tisch. „Es gibt noch keine fertige Entscheidungsgrundlage“, sagte Maget. Er machte zugleich deutlich, dass die bayerische SPD staatlichen Bürgschaften nicht im Wege stehen werde. Das Unternehmen sei zukunftsfähig und liege technologisch an der Spitze. „Es kommt jetzt darauf an, zwei bis drei Jahre zu überbrücken.“

Alles andere würde zur Insolvenz und zur „unkontrollierten Zerschlagung“ des Konzerns führen, warnte Maget. „Es geht um die Existenz einer der größten Unternehmen in Deutschland“, sagte er. Schaeffler ist nach der Übernahme des Hannoveraner Automobilzulieferers Continental mit mehr als zehn Milliarden Euro verschuldet und kann wegen der Automobilkrise die Zinsen nicht mehr aufbringen. Der Schaeffler/Conti-Konzern beschäftigt in Deutschland rund 80.000 Menschen.

dpa

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