Markenausblick Die Zukunft von DS Automobiles

Quelle: sp-x

Die Franzosen haben sich zum Ziel gesetzt, ab 2024 neue Modelle nur noch mit vollelektrischem Antrieb einzuführen. Dann könnte der DS8 auf den Markt kommen.

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2024 sollen Käufer des DS4 einen vollelektrischen Antrieb wählen können.
2024 sollen Käufer des DS4 einen vollelektrischen Antrieb wählen können.
(Bild: Greg/DS Automobiles)

Eine Premium-Marke im europäischen Markt zu etablieren zählt in der Autobranche gewiss zu den größeren Herausforderungen. Seit sechs Jahren arbeitet DS Automobiles daran, seit drei Jahren mit zwei eigenständigen Modellen, dem DS3 Crossback und DS7 Crossback. Kunden locken möchte man mit einer Mischung aus französischem Luxus, handwerklicher Raffinesse und extravagantem Design.

DS3 Crossback und DS7 Crossback in Frankreich erfolgreich

Während sich in Deutschland das Geschäft eher schleppend gestaltet und der Marktanteil bei unter einem Prozent liegt, kann DS auf dem Heimatmarkt durchaus Erfolge verbuchen. Die Hälfte der Produktion verbleibt im Land.

„DS3 Crossback und DS7 Crossback sind in Frankreich in ihrer Klasse die meistverkauften Premium-SUV. Gerechnet über alle Segmente, fährt der DS7 Crossback sogar auf dem zweiten Platz“, sagt Béatrice Foucher. Die neue Vorstandschefin, seit Anfang 2020 im Amt, will bei DS Automobiles die Elektrifizierung in den Mittelpunkt ihrer Modell-Strategie stellen. In Deutschland entscheiden sich bereits heute 43 Prozent der DS-Kunden für einen elektrifizierten Antrieb.

Kein konventioneller Verbrenner mehr ab 2025

Fouchers engagierter Plan soll ab 2024 greifen. Ab dann werden nur noch vollelektrische Fahrzeuge als neue Modelle eingeführt. Von 2025 an soll kein konventioneller Verbrenner mehr unter der Haube eines neuen DS-Modells arbeiten.

Während DS Automobiles innerhalb der PSA-Gruppe die einzige Premium-Marke war und spezielle Entwicklungen daher über Gebühr kosteten, bildet man unter dem Stellantis-Schirm nun zusammen mit Alfa Romeo und Lancia eine Art Premium-Cluster. Man nutzt Technik gemeinsam, wie beispielsweise die neue STLA-Plattform. Sie geht aus der EVMP (Electric Vehicle Modular Platform), hervor, die noch innerhalb der PSA-Gruppe entwickelt wurde.

STLA ersetzt die bisherigen Misch-Plattformen EMP-2 und CMP und soll 2024 erstmals eingesetzt werden. Konzipiert sind drei Größen: Small, Medium und Large. Die Spreizung reicht somit von B- bis zum D-Segment, vom Kleinwagen bis zum Fullsize-SUV. Bei DS Automobiles sind Batteriegrößen zwischen 60 und knapp über 100 kWh vorgesehen. Je nach Karosserie sollen damit Reichweiten von bis zu 700 Kilometer möglich sein.

2022: SUV-Modelle DS7 und DS3

DS gebührt zudem die Ehre, als erste Stellantis-Marke mit einem batterieelektrischen Modell an den Start zu gehen, das auf der STLA-M-Plattform basiert. Aller Voraussicht nach wird es sich hierbei um ein Crossover/SUV mit einer Länge zwischen 4,70 und 4,80 Metern handeln. Möglicher Name: DS6. Die Zusatzbezeichnung „Crossback“ entfällt. Die Nomenklatur der Modellbaureihen soll nur noch aus dem Markennamen DS und einer Ziffer bestehen.

Die Streichung des Namens „Crossback“ greift übrigens schon im nächsten Jahr. Dann steht eine Überarbeitung der beiden SUV-Modelle DS7 (Markteinführung Juni) und DS3 (Markteinführung November) an. Neben optischen Retuschen gibt es Änderungen unter dem Blech.

Der DS7 erhält den stärksten Plug-in-Hybrid der Marke, jenen aus der Limousine DS9. Hier leisten Vierzylinder und E-Maschinen zusammen 360 PS. Eine Leistungsspritze bekommt auch der DS3: Bei ihm gilt dies aber lediglich für die elektrische Variante. Wie viel stärker die E-Maschine sein wird, verrät DS noch nicht. Derzeit liegt die Leistung bei 100 kW (136 PS).

DS8 möglicherweise ab 2025

Das Jahr 2023 bleibt aus heutiger Sicht ohne Neuvorstellungen und dient DS Automobiles als Vorbereitung auf zwei weitere vollelektrische Modelle. 2024 sollen Käufer des DS4 endlich einen vollelektrischen Antrieb wählen können. Das ist zwar etwas später als bei den Schwestermodellen Opel Astra-E und Peugeot E-308 (beiden kommen 2023), dafür profitieren DS-Kunden dann von einem Update mit mehr Leistung und mehr Reichweite.

Für Mitte des Jahrzehnts plant DS Automobiles schließlich, sein Portfolio mit einem sechsten und wohl vorerst letzten Modell abzurunden. Insider vermuten, es könnte sich um ein zirka fünf Meter großes, elektrisches Full-Size-SUV handeln, das neue Flaggschiff der französischen Marke. Einen Hinweis auf die Design-Richtung gab DS bereits Anfang 2020, als man die Crossover-Studie Aero Sport Lounge präsentierte. Der Serienname dürfte einfacher sein: DS8.

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