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Abgasskandal

Diesel-Abgas: Anwaltskanzlei verklagt Renault

| Autor/ Redakteur: Deg/Ampnet / Sven Prawitz

Wegen einer angeblich systematischen Grenzwertüberschreitung bei Stickoxiden verklagt die Kanzlei Rogert & Ulbrich den Renault-Konzern. Es handelt sich um die 1,6-dci-Dieselmotoren, die seit 2011 verbaut werden.

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Eine Kanzlei behauptet, Renault habe bei den Abgaswerten eines seiner Dieselmotoren nachweislich vorsätzlich und sittenwidrig getäuscht.
Eine Kanzlei behauptet, Renault habe bei den Abgaswerten eines seiner Dieselmotoren nachweislich vorsätzlich und sittenwidrig getäuscht.
(Bild: Sven Prawitz/»Automobil Industrie«)

Nachdem bereits erfolgreich gegen Renault-Händler geklagt wurde, werden nun auch die ersten Klagen unmittelbar gegen den Hersteller eingereicht. Im aktuellen Fall behauptet die Kanzlei, Renault habe nachweislich vorsätzlich und sittenwidrig getäuscht. Bereits zuvor waren vor allem die 1,6-dci- Dieselmotoren von Renault wegen substantieller Überschreitung der gesetzlichen Grenzwerte aufgefallen. Sie sind neben Fahrzeugen von Renault auch im Nissan Qashqai und Mercedes-Benz Vito zu finden.

„Ebenso wie in Hunderten erfolgreich abgeschlossener Verfahren gegen andere Autohersteller wird sich auch Renault gegenüber den Geschädigten verantworten müssen“, prognostiziert Rechtsanwalt Tobias Ulbrich.

Marco Rogert, Partner der Sozietät, behauptet, Renault habe evident vorsätzlich sittenwidrig getäuscht und die Käufer nicht über die abweichenden Eigenschaften ihrer Dieselfahrzeuge im Verhältnis zu den erteilten EG-Typgenehmigungen aufgeklärt. Jeder Geschädigte habe deshalb einen Anspruch auf Rückzahlung des Kaufpreises unter Anrechnung einer Nutzungsentschädigung Zug um Zug gegen Rückgabe des Fahrzeuges.

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