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Abgasmanipulation Diesel-Nachfrage sinkt

| Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Christian Otto

Die Diskussionen um den Diesel sind zunehmend auch bei den Absatzzahlen spürbar. Der Anteil der Neuwagen mit Selbstzünder dürfte erstmals unter die 40-Prozent-Marke rutschen.

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Der Anteil der Dieselfahrzeuge bei den Neuzulassungen in Deutschland nimmt weiterhin stark ab.
Der Anteil der Dieselfahrzeuge bei den Neuzulassungen in Deutschland nimmt weiterhin stark ab.
(Bild: VW)

Der Dieselanteil bei Neuwagen ist im Sinkflug. Im laufenden Monat dürfte er in Deutschland erstmals die Grenze von 40 Prozent unterschreiten, prognostiziert das Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen. Im Mai lag der Wert mit 40,4 Prozent noch knapp darüber – gleichzeitig jedoch auf dem niedrigsten Stand seit dem Abwrackprämienjahr 2009. Noch im Herbst 2015 war fast jeder zweite Neuwagen ein Diesel.

Hatte der Diesel zunächst bei Privatkunden an Boden verloren – dort kommt er nur noch auf einen Marktanteil von 25 Prozent – gerät er jetzt auch im wichtigen Firmenwagenmarkt unter Druck. Dort betrug der Dieselanteil in der ersten vier Monaten dieses Jahres 68,4 Prozent, im ersten Jahresdrittel 2016 lag er noch bei knapp 73 Prozent. „Dass der Rückgang im Firmengeschäft zeitversetzt auftritt und bisher geringer als bei den privaten Käufern ist hat viel damit zu tun, dass Firmenfahrzeuge fast ausschließlich geleast und im Schnitt nach drei Jahren wieder zurückgegeben werden“, erläutert CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer. Das Risiko des Wertverfalls bei Diesel-Gebrauchtwagen trügen hier die Leasinggesellschaften und Banken der Autobauer, nicht der Kunde.

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