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Beru Diesel und Biodiesel erkennen

| Redakteur: Markus Lauer

Der jetzt entwickelte Biodiesel-Sensor kann Diesel-Kraftstoff von Rapsöl-Methylester, auch Biodiesel genannt, unterscheiden.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die verschärften Emissionsgesetze fordern angepasste Techniken und fördern die Zusammenarbeit zwischen Zulieferern und Automobil-Herstellern. Das jüngste Beispiel einer solchen Co Produktion ist der "Biodiesel-Sensor" von Beru, der gemeinsam mit Volkswagen entsteht. Seine Entwicklung war nötig, um ein technisches Problem zu lösen, das bei der Verbrennung von mineralischem Diesel-Kraftstoff (DK) und RME (Rapsöl-Methylester, auch Biodiesel genannt) im selben Motor entsteht:

Die Emissionsgrenzwerte der Normen Euro IV und Euro V lassen sich nur bei exakter Abstimmung des Motormanagements auf den verwendeten Kraftstoff einhalten. Ein idealer Verbrennungsvorgang für Diesel-Kraftstoff ist allerdings nicht perfekt für den RME-Betrieb, und umgekehrt. Der jetzt entwickelte Biodiesel-Sensor hilft den Motorenbauern aus diesem Dilemma. Er wird in die Kraftstoff-Leitung montiert und kann DK von RME unterscheiden. Dazu misst er die relativen Dielektrizitäts-Zahlen, die sich bei beiden Kraftstoffen unterscheiden.

Sie ist bei RME um zirka 50 Prozent größer als bei DK. Mit den ermittelten Daten wird ein dem jeweiligen Kraftstoffgemisch adäquates Kennfeld zur Motorsteuerung ausgewählt. Derzeit liegt in Deutschland der RME-Marktanteil bei rund 2,5 Prozent. Die EU fordert jedoch zunehmend die Verwendung nachwachsender Kraftstoffe. Und immer mehr Kunden sehen den finanziellen Vorteil des billigen Biodiesels und steigen, zumindest zeitweise, auf das alternative Produkt um. Spätestens bei einem Anteil von 40 Prozent RME im Tank ist ein Biodiesel-Sensor nötig, um die optimale Kraftstoff-Verbrennung zu gewährleisten.