China Market Insider Domänen-Steuergeräte für Fahrerassistenz: Boom in China

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Thomas Günnel

Ein vereinfachtes elektrisches Layout im Auto spart Geld. Domänen-Steuergeräte können das leisten – weshalb sie derzeit in China gefragt sind wie nie.

Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet »Automobil Industrie« regelmäßig über den chinesischen Automobilmarkt.
(Bild: Jan Becke/stock.adobe.com)

Ein besonders explosives Wachstum in der automobilen Zulieferindustrie erlebt gerade die Produktion sogenannter „Domain Control Units“, DCU. In China waren Domänen-Steuergeräte für Fahrassistenz im Jahr 2018 noch in höchstens zehn Prozent aller Autos verbaut. Jetzt, gerade einmal drei Jahre später, kommen die neuen Stars der Autoelektronik bereits in etwa der Hälfte aller Neuwagen zum Einsatz.

Die kleinen Motherboards sind in etwa so groß wie ein iPad Mini und sehen mitsamt aller darauf montierten Chips und Drähte eher unspektakulär aus. Etwas für Nerds. Die meisten Autokäufer haben noch keine Ahnung, dass sie für die Dinger mitbezahlen. Doch DCU sind gerade dabei, zu den neuen Nervenzentren elektrifizierter und vernetzter Autos zu werden. Sie ersetzen dabei immer häufiger die dezentral verbauten, herkömmlichen ECU, von denen derzeit im Schnitt bis zu 60, in manchen sogenannten Premium-Modellen sogar über 100 Stück in einem einzigen Fahrzeug verteilt sind.