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Motor-Trend Drei reichen auch

| Autor / Redakteur: SP-X / Bernd Otterbach

Immer mehr Hersteller setzen bei Kleinwagen auf Dreizylindermotoren. Ford geht jetzt einen Schritt weiter und bietet den kleinen Motor auch für größere Fahrzeuge an.

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Downsizing liegt schon seit einigen Jahren im Trend. Durch Hubraumreduzierung und gleichzeitige Aufladung werden höhere Literleistungen erzielt. Gleichzeitig sinken Verbrauch und Schadstoffausstoß. Besonders beliebt ist bei Kleinwagen das Weglassen eines Zylinders: Statt vier reichen drei oder gar zwei Zylinder unter der Haube. Denn dank Ausgleichswellen, Turbolader oder Kompressor kann ein Dreizylinder in Sachen Laufruhe und Leistung mittlerweile mit Vierzylindern nicht nur mithalten, sondern beim Verbrauch, Schadstoffausstoß und Effizienz die konventionellen Antriebe übertrumpfen. Weniger bewegliche Teile bedeuten weniger Verbrauch, weniger Gewicht und im Vergleich zum Vierzylinder lassen sich zudem die Produktionskosten senken.

Ford will seinen neuen 1,0-Liter-Dreizylinder mit Benzindirekteinspritzung, Turboaufladung und variabler Ventilsteuerung und einer Leistung von 74 kW/100 PS und 92 kW/125 PS auch in größeren Modellen wie dem C-Max oder Focus anbieten, ein Novum. Platz für den kompakten Motor mit einem Verbrauch von rund 4,6 Liter findet sich aber auch im neuen Minivan B-Max, dem Kleinwagen Fiesta und dem Cityflitzer Ka.

Im Mini-Segment treffen die Kölner dann nächstes Jahr auf eine große Konkurrenz, wie dem Trio Citroen C1, Toyota Aygo und Peugeot 107. Dort sorgt ein 1,0-Liter-Benziner mit 50 kW/68 PS für Vortrieb. . Den gleichen Motor setzt Toyota auch im Yaris und im iQ sowie in den Konzernmodellen Daihatsu Cuore oder Sirion ein.

Daneben gibt es noch den Mitsubishi Colt, Suzuki Alto, Kia Picanto, Nissan Pixo und den neuen Micra. Selbst Minivans wie die baugleichen Opel Agila und Suzuki Splash kommen mit drei Zylindern über die Runden. Bei der neuen Generation des französischen Kleinwagens Peugeot 208 soll mit zwei Hubraumvarianten eines Dreizylinders kräftig gespart werden.

Auch der VW-Konzern hat einen Dreizylinder im Programm und setzt ihn in seinen Modellen VW Up, Polo, Skoda Fabia, Roomster und Citigo sowie dem Seat Ibiza und Mii ein. Einen sehr sparsamen Dreizylinderdiesel gibt es auch für den Polo.

Aber nicht nur Sparwütige sollen künftig auf drei Zylindern durch die Gegend fahren. Auch die sogenannten Premiumhersteller haben den Antrieb für sich entdeckt. So arbeitet BMW derzeit an einer neuen Motorengeneration, die neben Vier- auch Dreizylinder-Aggregate umfassen wird – und zwar als Otto- wie als Dieselmotor. Auch bei Mercedes denkt man über den Einsatz von Dreizylindern nach, diese wären vor allem für die kommenden neuen Generationen der A- und der B-Klasse geeignet. Dabei haben die Stuttgarter schon einen Klassiker im Angebot: den Smart Fortwo. Und selbst mit zwei Zylindern muss man kein Verkehrshindernis sein, wie der Fiat 500 und der Lancia Ypsilon zeigen.

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