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Zulieferer Dürr baut Mensch-Roboter-Kollaboration für Fahrzeugmontage

| Redakteur: Jens Scheiner

Dürr liefert erstmals eine komplette Roboterzelle als Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) für die Automobilfertigung.

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Dürr liefert erstmals eine komplette Roboterzelle als Mensch-Roboter-Kollaboration für die Automobilfertigung.
Dürr liefert erstmals eine komplette Roboterzelle als Mensch-Roboter-Kollaboration für die Automobilfertigung.
(Foto: Dürr)

Nach dem Rohbau und der Lackiererei machen auch die Prozesse in der Endmontage weitere Schritte in Richtung Automatisierung. Künftig arbeiten Werker und Roboter wie Kollegen zusammen und sich in der Montage bei unterschiedlichen Aufgaben ergänzen. Diesen Schritt setzt das Unternehmen jetzt in der Automobilproduktion mit einem neuen Anlagenkonzept um. Dabei sollen Mensch-Roboter-Teams das Einkleben von Tanks gemeinsam ausführen. „Wir erhalten immer wieder Signale aus der Industrie, mit neuen Wegen in der Roboteranwendung die Effizienz des Montageprozesses weiter zu verbessern“, erläutert Dr. Hans Schumacher, Leiter der Dürr-Division Application Technology, die Motivation zum Einstieg in das neue Thema.

Wie der Zulieferer mitteilte übernehmen bei der Mensch-Roboter-Kollaboration Facharbeiter die komplexen Montageabläufe. Sie sind gefordert, wenn flexibel gehandelt werden muss. Robotersysteme springen dagegen in Situationen ein, in denen der Mensch physisch stark beansprucht wird oder unter ergonomisch ungünstigen Bedingungen arbeiten muss.

Dürr liefert die Anlagentechnik für die neue Mensch-Roboter-Kollaboration komplett aus einer Hand: Layout-Konzept, Materialversorgung, elektrisch geregelte Dosiertechnik für den Klebefluss sowie die übergeordnete Steuerungseinheit mit Bedienfeld für das Handling, Kleben und Verschrauben. Auch die Applikationsköpfe sowie das Einbaumanagement des Tanks in die Karosserien mittels der Manipulatortechnik sind Teil des Lieferumfangs. Das Teachen und Programmieren des MRK-Roboters übernimmt Dürr ebenfalls.

Hoher Sicherheitsstandard

Das Sicherheitspaket sieht unter anderem, den Roboter so zu platzieren, dass eine Berührung mit dem Menschen möglichst minimiert wird. Wird dennoch eine Berührung registriert muss der Roboter innerhalb von Millisekunden abschalten.

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