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Lackiererei Dürr erweitert in China

| Redakteur: Thomas Günnel

Dürr baut am Standort Ningbo einen weiteren Eco+Paintshop für SVW Shanghai, das Joint Venture des Volkswagenkonzerns mit der chinesischen SAIC-Group.

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Dürr baut am Standort Ningbo einen weiteren Eco+Paintshop für SVW Shanghai, das Joint Venture des Volkswagenkonzerns mit der chinesischen SAIC-Group.
Dürr baut am Standort Ningbo einen weiteren Eco+Paintshop für SVW Shanghai, das Joint Venture des Volkswagenkonzerns mit der chinesischen SAIC-Group.
(Dürr)

Dürr ist in China bereits an den Standorten Nenjing und Yizheng für SVW aktiv. Der Auftrag für den Standort Ningbo hat ein Volumen im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich und wurde im vierten Quartal 2011 vergeben. Ab August 2014 soll die Lackiererei den Betrieb aufnehmen und Fahrzeuge der Marken Volkswagen und Skoda lackieren. Die neue Lackiererei ist für 62 Einheiten pro Stunde konzipiert und ausgelegt für einen füllerlosen Prozess und den Einsatz von Wasserlack.

Die Linien für den Unterbodenschutz bestückt Dürr mit vier Roboterstationen mit insgesamt 26 EcoRS-Robotern und der Applikationstechnik für automatische Nahtabdichtung, Unterbodenschutz und Schwellerbeschichtung. Ein solcher Roboter erledigt auch den Einbau der Dachverstärkungsdämpfungen in einer Klebestation. Außerdem ist eine automatische Hohlraumflutanlage für die Konservierung der Karosserie-Hohlräume im Lieferumfang enthalten.

Zweispuriger Aufbau

Um die geforderte Kapazität abzudecken, ist diese Anlage zweispurig aufgebaut. Zweispurig arbeitet auch die Decklacklinie: Vor dem Auftrag von Basis- und Klarlack wird die Außenhaut der Karossen von jeweils zwei Robotern mit Schwertbürsten gereinigt. 32 Lackierroboter sorgen in jeder der beiden Linien für die vollautomatische Innen- und Außenlackierung, das Öffnen der Hauben und Türen für die Innenlackierung sowie die Schichtdickenmessung in der Decklacklinie.

EcoDryScrubber und Rotationstauchverfahren

In Ningbo kommt dabei ein weiteres Mal der EcoDryScrubber zum Einsatz – die Trockenabscheidung von Lack-Overspray. Diese Technik spart nach Unternehmensangaben 60% Energie in der Spritzkabine durch eine Umluftführung von bis zu 95%. Das Konzept verzichtet auf den Einsatz von Wasser und Koagulierungschemikalien und es fällt kein Lackschlamm an. In der Vorbehandlung und der kathodischen Tauchlackierung kommt das Rotationstauchverfahren RoDip M zum Einsatz. Dabei optimiert die Rotation der gesamten Karosse im Becken den Prozess des Eintauchens, Flutens und Abtropfens. Durch den Wegfall der Ein- und Auslaufschrägen verkleinert sich das Badvolumen, was den Bedarf an Energie und Chemikalien massiv reduziert.

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