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Dürr AG Dürr mit neuer Strategie auf Erfolgskurs

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Die Dürr AG hat nach vorläufigen US-GAAP-Zahlen ihre Planziele für das Geschäftsjahr 2000 erreicht und bei Umsatz, Auftragseingang sowie Ergebnis neue Höchstwerte erzielt.

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Vor dem Hintergrund einer weltweit guten Automobilkonjunktur hat die Dürr AG nach vorläufigen US-GAAP-Zahlen ihre Planziele für das Geschäftsjahr 2000 erreicht und bei Umsatz, Auftragseingang sowie Ergebnis neue Höchstwerte erzielt.

EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsaufwand) und EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsaufwand und Abschreibungen) stiegen gegenüber 1999 deutlich an. Auch das EBT (Ergebnis vor Steuern) verzeichnete ein zweistelliges Wachstum. Der Konzernumsatz stieg um 54 % auf EUR 1.890 Mio. (Vj. EUR 1.224 Mio). Mit EUR 1.950 Mio. übertrifft der Auftragseingang den Vorjahreswert von EUR 1.120 Mio. um 74%. Der Auftragsbestand betrug EUR 1.110 Mio. (Vj. EUR 744 Mio., + 49%).

Dürr investierte EUR 229 Mio. in Beteiligungen (Vj. EUR 86,1 Mio.). Dabei handelt es sich v.a. um die Akquisition der seit 1.4.2000 konsolidierten Carl Schenck AG sowie um die 50%- Beteiligung an der Alstom Automation S.A. (mittlerweile Dürr-AIS).

Mit einem Umsatz von EUR 904 Mio. legte der größte Geschäftsbereich Paint Systems 24 % gegenüber dem Vorjahr (EUR 731 Mio.) zu. Erfolgreichste Produktlinie war die Applikationstechnik, die v.a. von der starken Nachfrage nach Lackierrobotern profitierte. Mit zwei Großaufträgen französischer Hersteller für die Dürr-AIS-Gruppe konnte die Marktstellung in Frankreich ausgebaut werden.

Der Geschäftsbereich Automotion steigerte den Gesamtumsatz um 7 % auf EUR 215 Mio. (Vj. EUR 201 Mio.). Der Beitrag des Geschäftsbereichs zum konsolidierten Konzernumsatz lag wegen des hohen Anteils konzerninterner Zulieferungen im Rahmen von Systemaufträgen bei Euro 106 Mio. Zusammen mit dem Schenck-Unternehmensbereich Prüf- und Automatisierungstechnik hat sich Dürr Automotion nach eigener Aussage zu einem führenden Systemanbieter im Wertschöpfungsbereich Fahrzeugendmontage entwickelt.

Die erstmals nach US-GAAP bilanzierende Carl Schenck AG steigerte den Umsatz um 24 % auf EUR 578 Mio. (Vj. EUR 468 Mio.). Im Schenck-Unternehmensbereich Prüf- und Automatisierungstechnik trug neben Projekten in der Fahrzeugendmontage auch die Nachfrage nach Planungs- und Engineering-Dienstleistungen für Materialfluss- und Logistiksysteme sowie nach Produkten und Dienstleistungen für Fahrzeugentwicklung und -prüfung zum positiven Verlauf des Geschäftsjahrs bei.

Durch den erfolgreichen Ausbau seines Systemangebots und eine insgesamt stabile Nachfrage in der Automobilindustrie erwartet Dürr auch für 2001 ein zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Ergebnis.