China Market Insider E-Auto-Marke Denza: Daimler zieht sich weit aus Joint Venture zurück

Von Henrik Bork

Daimler reduziert seine Beteiligung an der Marke „Denza“ deutlich. Die E-Autos entwickelt BYD alleine weiter; dennoch will Daimler Anteile an dem Gemeinschaftsunternehmen halten. Was ist passiert?

Daimler zieht sich fast vollständig aus seinem Joint Venture „Denza“ zurück. Die Fahrzeuge, im Bild der Denza 500 aus dem Jahr 2018, verkaufen sich in China nur sehr schleppend.
Daimler zieht sich fast vollständig aus seinem Joint Venture „Denza“ zurück. Die Fahrzeuge, im Bild der Denza 500 aus dem Jahr 2018, verkaufen sich in China nur sehr schleppend.
(Bild: Daimler)

Die E-Autos der Marke Denza sind in China seit nunmehr sieben Jahren nicht besonders beliebt, trotz der zwei „Industriegiganten“, die sich da zusammen getan hatten, mit dem erklärten Ziel, den chinesischen Markt für E-Mobilität zu erobern: Mercedes-Benz und der mit Batterien und anderen Automarken in China sehr erfolgreiche Hersteller BYD, in den sogar Warren Buffet investiert hat.

Im Jahr 2010 hatten die zwei bekannten Unternehmen ihr Joint-Venture gegründet und dabei verkündet, „zum erfolgreichsten Hersteller von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben in China“ werden zu wollen. „Als ein Kind von Daimler und BYD, ist Denza eine Marke, die auf der Schulter von Giganten geboren worden ist“, hatte der BYD-Vorsitzende Wang Chuanfu damals gesagt. Der traurige Misserfolg erinnert nun daran, dass es für traditionelle Autohersteller keinerlei Garantien dafür gibt, dass sie ihre Marktmacht aus dem Zeitalter der Verbrennungsmotoren in die neue Ära der E-Mobilität hinüber retten können.