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Ladetechnik E-Fahrzeuge als mobiler Stromspeicher

| Redakteur: Michael Ziegler

Energiewende auf 4 Rädern: Die Hochschule Würzburg-Schweinfurt (FHWS) entwickelt einen Prototyp zum gesteuerten Laden und Entladen auf Basis von Mitsubishi E-Fahrzeugen.

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Das Mitsubishi Electric Vehicle als Stromspeicher ermöglicht das Einspeisen von Strom in Hausnetze.
Das Mitsubishi Electric Vehicle als Stromspeicher ermöglicht das Einspeisen von Strom in Hausnetze.
(Foto: Mitsubishi )

Die wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende ist die Speicherung von erneuerbarer Energie zu Produktionszeiten und die Rückführung ins Netz zu Lastspitzen. Einen Fortschritt in dieser Richtung hat jetzt das Technologie-Transfer-Zentrum für Elektromobilität (TTZ) der Hochschule Würzburg-Schweinfurt erzielt.

Nach einem Jahr Entwicklungszeit wurde unter der Leitung von Professor Dr. Ansgar Ackva mit Elektrofahrzeugen von Mitsubishi Motors der Prototyp einer „Powerbox“ zur bidirektionalen Anbindung (Energieübertragung in beide Richtungen) eines Elektrofahrzeugs an das Energienetz entwickelt. Mitsubishi Motors ist zurzeit der einzige Hersteller, der in Deutschland bidirektional ladefähige Elektrofahrzeuge in Serie anbietet.

Mit diesem in Europa einzigartigem System können E-Fahrzeuge wie das Mitsubishi Electric Vehicle oder der Plug-in Hybrid Outlander als mobile Pufferspeicher im Stromnetz genutzt werden. Der Prototyp ermöglicht das gesteuerte Laden und Entladen der Elektrofahrzeuge und so erstmals die effektive Einbindung von Serienfahrzeugen in Smart-Grids (intelligente Stromnetze).

Mit der bidirektionalen Power Box der Hochschule, steht jetzt ein Pufferspeicher auf 4 Rädern zur Verfügung, der als AC/DC-Wandler für das heimische Laden an der Steckdose genutzt werden kann, und gleichzeitig als Notstromaggregat für Haushaltanwendungen dient.

In Japan bietet Mitsubishi Motors bereits seit April 2012 ein ähnliches Gerät für die dortigen Energienetze an, mit dem der bidirektional ladefähige Mitsubishi Electric Vehicle als Speicher eingesetzt werden kann. Eigenproduzierter Strom aus erneuerbaren Energiequellen wird im 1,5 Kilowatt starken „Notstromaggregat“ zwischengespeichert und zu Lastzeiten gesteuert dem Hausnetz zugeführt. Das in der FHWS entwickelte System ermöglicht mit bis zu 20 Kilowatt eine deutlich höhere Entladeleistung, die u.a. den Einsatz in Firmen-Smart-Grids zur Lastspitzenreduzierung ermöglichen soll.

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