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Freudenberg „Echte Bereinigung des US-Markts“

| Redakteur: Bernd Otterbach

Freudenberg sieht den schwächelnden amerikanischen Automarkt trotz des dortigen Kapazitätsabbaus vor einem dauerhaften Umbruch. „Das ist kein saisonaler Trend, das ist eine echte Bereinigung“, sagte Jörg Sost, Mitglied der Unternehmensleitung, am Dienstag.

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Freudenberg beliefert fast alle großen Automobilhersteller etwa mit Dämpfungstechnik. Deshalb gilt das Unternehmen als ein guter Indikator für die Verfassung der Industrie. Gerade in den USA habe sich die Situation zuletzt deutlich verändert, sagte Sost. „Bislang konnten wir die Absatz-Rückgänge bei den drei großen Anbietern GM, Ford und Chrysler kompensieren durch Geschäfte mit den in Amerika starken externen Herstellern Toyota und Honda. Doch seit Jahresbeginn verzeichnen auch diese Absatz-Rückgänge“, sagte Sost.

Dichtungsgeschäft leidet unter Downsizing

Laut Sost wird der Umbruch im US-Automarkt von mehreren Faktoren getrieben. Zum einen wirke sich die Finanzkrise und die Kreditklemme aus. Zum anderen seien die Preise für Sprit derart gestiegen, dass auch die Amerikaner jetzt sparsamere Autos wünschten. „Wenn man sich dann die Palette der neuen Fahrzeuge der großen drei US-Konzerne anschaut, stimmt das nicht gerade hoffnungsfroh“, sagte Sost in Anspielung auf die immer noch spritfressende Flotte der US-Hersteller.

Auch an Freudenberg gehe diese Krise nicht spurlos vorüber. „Es ist für uns schon entscheidend, ob wir Dichtungssätze für einen Vierzylinder-Motor oder einen Acht-Zylinder-Motor liefern“, sagte Sost. Um diesem Trend zu begegnen, will das Unternehmen seine Geschäfte mit anderen Industrien in den nächsten Monaten ausbauen.

dpa

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