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Entwicklungsdienstleistung EDAG mit Umsatz- und Gewinnrückgang

| Redakteur: Christian Otto

Der Engineering-Spezialist hatte im letzten Jahr mit einem intensiven Wettbewerbsumfeld zu kämpfen. Infolgedessen gingen Umsatz und Gewinn zurück. Trotzdem ist der Ausblick für 2017 positiv.

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EDAG-CEO Jörg Ohlsen blickt trotz eines Umsatz- und Gewinnrückgangs positiv ins Jahr 2017.
EDAG-CEO Jörg Ohlsen blickt trotz eines Umsatz- und Gewinnrückgangs positiv ins Jahr 2017.
(Bild: EDAG )

Der Ingenieursdienstleister EDAG präsentierte gestern seine Geschäftszahlen für das Jahr 2016. Und dieses schloss das Unternehmen mit Hauptsitz im hessischen Fulda mit einem hohen Auftragseingang ab. Laut eigener Angaben konnten 2016 insgesamt Aufträge im Wert von 744,9 Millionen Euro verbucht werden. Im Vorjahr waren es noch 731,4 Millionen Euro. Auch der Auftragsbestand zum Jahresende verbesserte sich demnach auf 318,9 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 287,3 Millionen Euro.

Beim Umsatz konnte der EDL mit 715 Millionen Euro das Vorjahresniveau von 722 Millionen Euro nicht halten. Als Grund nannte das Unternehmen das sehr intensive Wettbewerbsumfeld. Auch beim bereinigten EBIT weichte man mit 43,8 Millionen Euro stark vom Vorjahr ab. Damals wies man 72,6 Millionen Euro auf. Jörg Ohlsen, CEO der EDAG Gruppe, sagte deshalb auch „2016 war für uns ein herausforderndes Jahr.“

Dividendenausschüttung geplant

Allerdings stieg die Eigenkapitalquote 2016 weiter auf 35,5 Prozent (Vorjahr: 32,6 Prozent) und auch bei der Mitarbeiterzahl vermeldet EDAG einen nochmaligen Zuwachs von 1,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2015 auf nun weltweit 8.270 Mitarbeiter.

Und auch für die Aktionäre hatte der Entwicklungsspezialist eine erfreuliche Nachricht. Demnach will der Verwaltungsrat der Generalversammlung am 31. Mai die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,75 Euro pro Aktie vorschlagen.

Und EDAG-Chef Ohlsen sieht trotz der nicht durchweg gewachsenen Zahlen einen positiven Trend: „Ich bin stolz, gemeinsam mit meinem Team unter schwierigen Marktbedingungen wichtige Maßnahmen für einen nachhaltigen Erfolg umgesetzt zu haben. Im letzten Quartal konnten wir bereits positive Auswirkungen sowohl im Auftragseingang wie auch im Ergebnis feststellen, sodass wir gut aufgestellt ins neue Jahr starten.“

Dafür plant das Unternehmen auch einen Know-how-Ausbau in speziellen Bereichen: „In 2017 werden wir unsere Kompetenzen insbesondere im Bereich der E-Mobilität sowie der aktiven Sicherheit weiter ausbauen. Mit unseren engagierten Mitarbeitern und weltweiten Kompetenzen wollen wir maßgeblich an sich bietenden Marktchancen partizipieren", so Ohlsen.

Optimistischer Ausblick

Positiv stimmen die Unternehmensverantwortlichen, dass die Automobilhersteller und deren Zulieferer weiterhin hohe Summen in Forschung und Entwicklung investieren. Auch die steigende Anzahl an Antriebsvarianten, neue Plattformen mit rein elektrischen Motoren und die zunehmende Vernetzung von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt dürften zu einem hohen Bedarf an Entwicklungsdienstleistungen beitragen. Und die EDAG verspricht sich auch von neuen, internationalen Kundenbeziehungen weiteres Wachstumspotenzial.

Den positiven Ausblick untermauert die Geschäftsleitung auch mit Zahlen: Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet man mit einer Umsatzsteigerung von bis zu 5 Prozent sowie einer bereinigten EBIT-Marge von rund 6 bis 8 Prozent. Gerade das breite Dienstleistungsportfolio und das globale Standortnetzwerk sollen dies ermöglichen.

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