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Entwicklungsdienstleister EDAG: Pläne für Börsengang

Redakteur: Christian Otto

Die Wiesbadener sollen laut einem Medienbericht vor einem Gang an die Börse stehen. Die Eigner wollen wohl die derzeit gute Marktsituation nutzen. Nach der Übernahme von Rücker hat der Dienstleister einen Platz unter den führenden Marktanbietern eingenommen.

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Die EDAG könnte laut eines Medienberichtes noch in diesem Jahr an der Börse gehandelt werden.
Die EDAG könnte laut eines Medienberichtes noch in diesem Jahr an der Börse gehandelt werden.
(Foto: EDAG)

Der Entwicklungsdienstleister EDAG steht scheinbar vor einem Gang an die Börse. Das berichtet zumindest Dow Jones Newswires.

Die EDAG bietet die ganze Breite von Engineering-Dienstleistungen von der Teile- bis zur Produktionsanlagenentwicklung und zählt dabei die führenden deutschen Autohersteller zu ihren Kunden. Das Unternehmen verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 690 Millionen Euro und beschäftigte 7.800 Mitarbeiter. Die Gruppe soll zudem im vergangenen Jahr einen Gewinn vor Steuern und Zinsen in Höhe von 89,9 Millionen Euro erwirtschaftet haben.

Möglicher Börsenwert: 1 Milliarde Euro

Als Eigentümer der EDAG agieren derzeit über die Beteiligungsholding Aton der Helios-Kliniken-Gründer Lutz Helmig sowie dessen Ehefrau und seine beiden Töchter. Nach dem Agenturbericht sind es auch die Eigentümer die das derzeit günstige Marktumfeld für den Börsengang nutzen möchten. Der Entwicklungsdienstleister wollte den Bericht nicht kommentieren.

Den Börsenwert des Dienstleisters schätzen Experten auf etwa 1 Milliarde Euro und nehmen dabei den MDAX-geführten Mitbewerber Bertrandt als Orientierung, der im Geschäftsjahr 2013/2014 nach Marktkapitalisierung mit etwa 1,2 Milliarden Euro bewertet wurde.

Börsengang noch 2015 möglich

Ein Börsengang könnte schon für die zweite Hälfte dieses Jahres geplant sein. Das wäre der nächste große Schritt für das Unternehmen, dass 2014 die Integration der Rücker GmbH abgeschlossen hat und so zum Club der weltweit größten Entwicklungsdienstleister vorgestoßen ist. Auch Rücker war zuvor börsennotiert.

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