Suchen

BMW und Audi Edscha wird unterstützt

| Redakteur: Bernd Otterbach

BMW will dem insolventen Zulieferer Edscha entgegenkommen. Es gibt Gespräche darüber, ausstehende Rechnungen von Edscha an BMW vor Ablauf der eigentlichen Zahlungsfrist zu begleichen.

Firmen zum Thema

Diese Maßnahme solle dem Unternehmen wieder etwas Geld in die Kasse zu bringen, sagte ein Sprecher von BMW am Mittwoch. „Das werden wir wahrscheinlich machen.“ Über aktive Hilfen sei mit dem Insolvenzverwalter aber noch nicht gesprochen worden. „Das ist eigentlich auch nicht unser Weg.“ Edscha liefert Dachsysteme für das Dreier Cabrio von BMW.Auch Audi habe Interesse am Erhalt von Edscha signalisiert, wie „auto, motor und sport“ am Mittwoch vorab berichtete. Ein Audi-Sprecher sagte, seinem Unternehmen gehe es zunächst darum, die Versorgung mit Teilen sicherzustellen. „Dafür sollte ein Lieferant den nötigen unternehmerischen Spielraum haben.“ Audi stehe in Kontakt mit dem Insolvenzverwalter von Edscha. Einzelheiten nannte der Sprecher aber nicht. Audi bezieht von Edscha die Verdecke für das A3 Cabrio und den TT Roadster.

Edscha hatte in der vergangenen Woche Insolvenzantrag gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter Jörg Nerlich sieht nach Unternehmensangaben „realistische Chancen“, das Unternehmen an einen Investor zu verkaufen und damit Standorte und Arbeitsplätze retten zu können. Voraussetzung sei allerdings die konsequente Umsetzung eines Sanierungskonzeptes.

In Deutschland sind rund 2.300 Mitarbeiter in Bayern und Nordrhein-Westfalen von der Edscha-Insolvenz betroffen. Als Grund für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nannte Edscha massive Auftragseinbrüche und zunehmend schwierige Finanzierungsbedingungen. Die Produktion an allen Standorten laufe derzeit weiter.

dpa

(ID:288328)