Suchen

Georg Fischer Einbruch bei der Nachfrage

| Redakteur: Bernd Otterbach

Der Schweizer Automobilzulieferer und Maschinenbauer Georg Fischer (GF) baut wegen eines drastischen Nachfragerückgangs Kapazitäten ab.

Firma zum Thema

Auf den Prüfstand kommen auch die deutschen Standorte der Sparte Automotive, wie der Konzern am Montag in Schaffhausen mitteilte. Im Gusswerk Mettmann (Nordrhein-Westfalen) mit 1.100 Beschäftigten sei Kurzarbeit eingeführt worden, sagte eine Konzernsprecherin. Kurzarbeit sei auch am größten GF-Autozulieferer-Standort in Singen (Baden-Württemberg) mit 1.300 Mitarbeitern nicht auszuschließen. „Wir beobachten die Marktsituation und müssen flexibel reagieren“, ergänzte die Sprecherin.

Umsatzstagnation

GF ist in drei Sparten aktiv. Neben Gussteilen für die Automobilindustrie stellt der Konzern Werkzeugmaschinen und Rohrleitungssysteme her. Der Nachfragerückgang im Bereich Autozulieferung bedeute in diesem Jahr Sonderbelastungen von 90 Millionen Franken (rund 60 Millionen Euro), teilte der Konzern mit. Diese verringerten sich durch Erlöse aus dem Verkauf der Verkehrstechnik (40 Millionen Franken) auf 50 Millionen Franken. Der Rohrleitungsbau sei bisher von der Konjunkturabkühlung unberührt. Der Konzern erwartet 2008 eine Umsatzstagnation auf Vorjahresniveau (4,5 Milliarden Franken). Die Gewinnmarge bezogen auf das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), die im ersten Halbjahr bei 6,6 Prozent lag, werde im Gesamtjahr voraussichtlich nur drei bis vier Prozent erreichen.

dpa

(ID:280429)