Suchen

Bosch Einbußen für die Mitarbeiter

| Redakteur: Thomas Weber

Zehntausende Beschäftigte des weltgrößten Automobilzulieferers müssen wegen der Branchenkrise kürzer treten. Der Branchenprimus rechnet für 2009 mit roten Zahlen.

Firmen zum Thema

Unternehmensleitung und Konzernbetriebsrat haben sich darauf geeinigt, den 64.000 Mitarbeitern der Robert Bosch GmbH in Deutschland Einbußen abzuverlangen. Für die einzelnen Standorte sollen die genauen Regelungen bis Mitte Mai ausgehandelt werden, sagte ein Unternehmenssprecher am heutigen Mittwoch in Gerlingen bei Stuttgart. Der Branchenprimus rechnet nach einem dramatischen Gewinneinbruch 2008 für das laufende Jahr erstmals in der Nachkriegszeit mit roten Zahlen.

An den einzelnen Standorten müssen sich Arbeitgebervertreter und Betriebsrat nun auf eine von zwei Sparvarianten verständigen. Eine Möglichkeit sei, die für Mai geplante zweite Stufe der Tariferhöhung um 2,1 Prozent auf Oktober zu verschieben, sagte der Sprecher. Die zweite Variante ist, dass die Beschäftigten zwar die Mitarbeiterbeteiligung für 2008 ausbezahlt bekommen, dafür aber auf Teile des Weihnachtsgeldes verzichten. Wie hoch dadurch die Einsparungen seien, wollte der Sprecher nicht sagen.

Als Reaktion auf die Krise hat Bosch im Ausland schon 3.000 Mitarbeiter entlassen. Bosch-Chef Franz Fehrenbach hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass sich diese Zahl im weiteren Jahresverlauf noch „wesentlich erhöhen“ wird. Auch in Deutschland werde „unser Personalstand tendenziell sinken“. Eine Größenordnung nannte er aber nicht. Für 93.000 Mitarbeiter weltweit hat der Konzern außerdem die Arbeitszeit verkürzt. Weltweit beschäftigte Bosch zum Jahresbeginn knapp 282.000 Menschen.

dpa

(ID:300316)