Nutzfahrzeuge Elektro-Lkw aktuell nur auf Kurzstrecken konkurrenzfähig

Autor / Redakteur: sp-x / Lena Sattler

Für die Langstrecke eignen sich elektrisch betriebene Lkw im Moment noch nicht. Für kürzere Distanzen sind sie allerdings schon eine Alternative zu Diesel-Trucks.

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Die aktuell verfügbaren Reichweiten von Batterie-Lkw reichen im Stadtverkehr bereits aus.
Die aktuell verfügbaren Reichweiten von Batterie-Lkw reichen im Stadtverkehr bereits aus.
(Bild: Daimler)

E-Lkw sind schon heute im Stadtverkehr eine praxistaugliche Alternative zu Verbrenner-Trucks. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie des Fraunhofer ISI im Auftrag der Umweltorganisation Transport & Environment, die knapp 10.000 Lkw-Touren eines großen Logistikbetriebes analysiert hat.

Elektrifizierung bei Lkw auf Langstrecken noch schwierig

Die aktuell verfügbaren Reichweiten von Batterie-Lkw reichen der Untersuchung zufolge oft aus, um alle analysierten städtischen Lkw-Touren und fast die Hälfte der betrachteten regionalen Touren zu schaffen. Mit einer optimierten Routenplanung und zusätzlichem Zwischenladen sei das Potenzial sogar noch größer.

Bei schweren Lkw über 26 Tonnen mit sehr langen Tagestouren bleibe die Elektrifizierung nach Stand des heutigen Fahrzeugangebots allerdings noch eine Herausforderung, heißt es in dem Papier.

E-Fahrzeuge im Regionalverkehr ökonomisch von Vorteil

Auch ökonomisch können E-Fahrzeuge trotz finanzieller Förderung nicht ohne weiteres mithalten. Im städtischen Einsatz reichen die Jahresfahrleistungen auch unter den aktuellen Bedingungen teilweise nicht aus, um über die günstigen Kilometerkosten die höheren Anschaffungskosten auszugleichen.

Im Regionalverkehr hingegen könnten viele Fahrzeuge bereits einen signifikanten Kostenvorteil erzielen. Für die Zukunft rechnen die Forscher damit, dass sinkende Preise die Batterie-Lkw auch ohne Förderung, CO2-Bepreisung und Mautregelungen im Betrieb günstiger werden lassen als Verbrenner-Modelle.

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