Suchen

Elektromobilität

Bosch startet 48-Volt-Mild-Hybrid

| Autor/ Redakteur: Wolfgang Pester / Thomas Günnel

Mit dem Boost-Recuperation-System (BRS) von Bosch startet in Kürze das weltweit erste 48-Volt-Hybrid-System auf dem Markt.

Firmen zum Thema

Bosch startet in Kürze das weltweit erste 48-Volt-Hybrid-System. Das Boost-Recuperation-System macht einen Pkw zum Sparfuchs und ist in der Golf- und Mittelklasse zu erwarten.
Bosch startet in Kürze das weltweit erste 48-Volt-Hybrid-System. Das Boost-Recuperation-System macht einen Pkw zum Sparfuchs und ist in der Golf- und Mittelklasse zu erwarten.
( Foto: Bosch )

Das Boost-Recuperation-System macht einen Pkw zum Sparfuchs und ist in der Golf- und Mittelklasse zu erwarten – obwohl das System zu jedem Auto passt. Bei wem und in welchem Modell verriet Bosch nicht, aber präsentierte Anfang Februar in Reutlingen auf dem Batterie-Workshop des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) in Reutlingen schon die Weiterentwicklung des BRS in einem Versuchsträger: Und der spart nochmals deutlich mehr Benzin. Mit dem BRS wird der Hybrid erschwinglich, weil auf teure Hochvolt-Technik verzichtet wird, und für den Fahrer nachvollziehbar zum Sparfuchs. Der Pkw mit 48-Volt-Bordnetz hat im Antriebsstrang elektrische Komponenten, die den Antrieb mit 10 kW unterstützen und die CO2-Emission deutlich senken. Die neu hinzugekommenen 48-Volt-Akkus, in einer 0,25-kWh-Lithium-Ionen-Batterie, versorgen über einen Gleichspannungswandler die bekannte 12-Volt-Blei-Batterie mit Energie.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 6 Bildern

15 Prozent geringerer Verbrauch

Der Kern dieses Mild-Hybrid-System ist eine elektrische Maschine, die sowohl als Generator und E-Motor wirkt und die Lichtmaschine ersetzt. So ausgerüstet verleiht das System dem Pkw Funktionen zur Energierückgewinnung (Rekuperation), Drehmomentunterstützung des Verbrennungsmotors (Boosten) sowie einen komfortablen Start-Stopp- und Segelbetrieb (Coasting). 15 Prozent weniger Verbrauch soll das auf einer der kommenden Automessen zu erwartende Pkw-Modell in 48-Volt-Mild-Hybrid-Technik erzielen. Bei ihm ist der E-Motor/Generator durch einen Riementrieb mit der Kurbelwelle verbunden. Doch die jetzt in Reutlingen bereits präsentierte zweite Generation des BRS kann mehr: Bosch spricht von 20 Prozent bis 25 Prozent weniger Verbrauch und weiter erhöhtem Komfort.

Vollautomatisch Einparken mit Handschaltung

So ist bei der zweiten Generation der E-Motor/Generator am Ende des Schaltgetriebes positioniert und über eine Kette mit der Sechs-Gang-Handschaltbox verbunden. Der Mild-Hybrid fährt damit kleine Strecken rein elektrisch und meistert als erster Pkw mit Handschaltung überhaupt das vollautomatische Längs- und Quereinparken – auch ohne, dass der Fahrer im Wagen sitzt. Ebenso verfügte der Versuchsträger mit dem weiterentwickelten BRS von Bosch, ein Audi A3 Sportback, über die elektrifizierte Kupplungsbetätigung (E-Clutch). Das nervige Wechselspiel von Kuppeln, Gas geben und Bremsen im Stop-and-go-Verkehr sind damit beim handgeschalteten 48-Volt-Mild-Hybrid passé. Die Fahrer dieses Sparfuchses genießen mit der elektrifizierten Kupplung künftig auch im Stau den Komfort, das Automatik-Fahrzeug bieten: Brems- und Gaspedal, versehentliches Abwürgen ausgeschlossen.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 43224635)

Volkswagen; FEV; Thomas Günnel/»Automobil Industrie«; Daimler; Continental; Foto: Bosch; Foto: Wolfgang Pester; Svenja Gelowicz/Automobil Industrie; Matthias Knödler/Auto-Medienportal.Net; CarbonTT; Frank Wald; ZF; Claus-Peter Köth/»Automobil Industrie«; Volker Lannert/Fraunhofer ILT; Porsche; Christoph Schönbach/Magna; BMW; CSI Entwicklungstechnik; Wilfried Wulff/BMW; Novelis; SP-X/Peter Maahn; ADAC/ Ralph Wagner; Svenja Gelowicz/»Automobil Industrie«; ZF Friedrichshafen