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Messe Embedded World 2014: Mehr Halbleiter im Auto

Redakteur: Michael Ziegler

Embedded World Exhibition & Conference: Vom 25. bis 27. Februar 2014 präsentieren in Nürnberg 856 Aussteller aus 35 Ländern alles rund um das Thema Embedded-System-Technologie. Dabei sind auch automobile Halbleiter präsenter denn je.

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Kein Autofahren ohne Mikrochips: Der Anteil von Automobilanwendungen auf der Embedded World nimmt zu.
Kein Autofahren ohne Mikrochips: Der Anteil von Automobilanwendungen auf der Embedded World nimmt zu.
(Foto: Frank Boxler NuernbergMesse/Frank Boxler)

Die Veranstaltung ist internationaler Dreh- und Angelpunkt für Embedded-Entwickler aus aller Welt. Hier stehen Fachwissen, aktuelle Produkte sowie spezialisierte Dienstleistungen im Fokus. „Die Embedded World ist ein Garant für eine gesunde Entwicklung: sie wächst kontinuierlich, war vom Start weg erfolgreich und ist seit 2003 der zentrale Treffpunkt der Embedded-Community. 856 Aussteller aus 35 Ländern und mindestens 24.000 Embedded-Experten aus aller Welt werden erwartet. Das macht sie zur wichtigsten und größten Veranstaltung ihrer Art“, erklärt Richard Krowoza, Mitglied der Geschäftsleitung, Nürnberg Messe.

Da die Zahl der Halbleiter im Fahrzeug stetig wächst, sind automobilbezogene Anwendungen allgegenwärtig. Highlights sind die Sessions über Display-Trends, neueste Technologien und Applikationen sowie Zukunftsmärkte. Praxisnahe Vorträge zu HMI, Touch Screens, Interfaces, automotive Displays, 3D und Display-Messtechnik runden das Programm ab.

Continental: Eine Hardware für alles

Der internationale Automobilzulieferer Continental zeigt in Nürnberg zusammen mit SYSGO, eine Technik zur Integration der Steuerelektronik von Kombi-Instrumenten und Infotainmentsystemen auf einer Multikern-Hardware.

„Durch Einsatz der sogenannten Hypervisor-Technologie lassen sich Software-Welten mit unterschiedlichen Anforderungen sicher auf einer Hardware zusammenführen“, sagt Ralf Lenninger, Leiter Strategie und Systementwicklung der Continental Division Interior. „Das ist systemtechnisch und ergonomisch sinnvoll, denn die Grenzen zwischen den einzelnen Anwendungen im Cockpit verschwimmen durch Vernetzung zunehmend.“ Um die Bedienung übersichtlich zu halten, bedarf es einer ganzheitlichen Mensch-Maschine-Schnittstelle. Bei der dafür entwickelten Domänenintegration werden mehrere Displays und Softwarewelten einheitlich von einer Hardware aus koordiniert. „So findet der Fahrer stets eine vertraute Struktur vor und tut sich leichter mit der Bedienung“, so Lenninger weiter.

Die in Zusammenarbeit mit SYSGO ins Auto transferierte Hypervisor Technologie erlaubt es, so unterschiedliche Software-Technologien wie AUTOSAR-Systeme, GENIVI Anwendungen und Android Apps gemeinsam zu betreiben. Dazu teilt der Hypervisor Ressourcen wie z.B. die Rechenleistung eines Multikern-Prozessors in mehrere virtuelle Rechner auf. „Wie zuverlässig und sicher diese Virtualisierung funktioniert, kann man daran ablesen, dass zertifizierbare Hypervisor Architekturen in der Luftfahrt, Bahn- und Medizintechnik genutzt werden“, erläutert Torsten Posch, Leiter des Software Technology Center im Bereich Interior Electronics Solutions von Continental.

QNX stellt OS-Update vor

Der führende Anbieter von Softwareplattformen für vernetzte Embedded-Systeme, QNX Software Systems Limited, hat im Rahmen der Embedded World die neuste Generation seines QNX Neutrino Betriebssystems vorgestellt. Die Version 6.6 soll Embedded-Entwicklern mehr Sicherheit, leistungsfähigere Grafik-und Multimediafunktionen und ein verbessertes Energiemanagement bieten.

Außerdem eine große Bandbreite an neuen Grafik-UI-, Multimedia-, Sicherheits-und Energiemanagementfunktionen für die Entwicklung hochdifferenzierter Produkte zum Beispiel in den Bereichen Medizintechnik, Schwermaschinen, Haushaltsgeräte, Stromerzeugung, industrielle Automatisierung, Automobil-Telematik und Entertainmentsysteme für die See-und Luftfahrt.

Neuer CTO von LieberLieber Software setzt Fokus auf Automotive

Die LieberLieber Software GmbH nutzte den Messeauftritt um den neuen CTO Roman Bretz (41) einzuführen. Der sibirisch-deutsche Modellierungs-Experte bringt seine langjährige Industrie-Erfahrung als technischer Leiter in das Team von LieberLieber Software ein. Ein Fokus soll auf der Entwicklung elektronischer Systeme in Fahrzeugen liegen.

„Wir freuen uns darüber, mit Roman Bretz einen industrieerfahrenen Modellierungsspezialisten als neuen technischen Leiter gewonnen zu haben. Er hat seit seinem Start bei uns im Jahr 2010 schon viel bewegt und wird sich nun um eine Neuausrichtung unserer Produktstrategie kümmern“, erklärte Daniel Siegl, Geschäftsführer von LieberLieber Software.

„Wir werden unsere Lösungen zu Produktpaketen für unterschiedliche Einsatzbereiche bündeln. Damit adressieren wir eine breite Kundengruppe mit jeweils spezifischen Produkten“, blickt der neue CTO in die Zukunft.

Konkret sollen Suiten für Embedded Engineering und System Engineering entstehen. Eine weitere Suite wird sich an den boomenden Markt für die Entwicklung elektronischer Systeme in Fahrzeugen richten: „Durch die wachsende Komplexität der Software und Systeme in Fahrzeugen sehen wir in dieser Industrie einen deutlichen Trend zur modellbasierten Entwicklung. Daher arbeiten wir auch an einer eigenen AUTOSAR Engineering Suite und können dabei mit Dr. Oliver Alt auf einen ausgewiesenen Spezialisten im Automobil-Bereich setzen“, unterstreicht Bretz die Aktivität in diesem Bereich.

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