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Fahrwerk Enge Kooperation zwischen ZF und Saab

| Redakteur: Bernd Otterbach

ZF arbeitet künftig eng mit Saab zusammen. Die Friedrichshafener entwickeln und liefern für den komplett überarbeiteten Nachfolger des Saab 9-3 ab 2012 komplette Hinterachsen sowie Vorderachskomponenten. Dafür baut der Zulieferer erstmals ein Werk in Schweden.

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Der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer sprach von einer „zukunftsweisenden Kooperation“. Dementsprechend soll das neue Just-in-Sequence-Vormontagewerk auch der Ausgangspunkt für zukünftige Gemeinschaftsprojekte sein. „Wir wollen Saab als unabhängigen Premium-Hersteller auf seinem Wachstumskurs unterstützen“, sagte Dr. Peter Holdmann, in der Division Pkw-Fahrwerktechnik des ZF-Konzerns verantwortlich für Achssysteme.

Ab 2012 liefert das Werk in Halvorstorp Fahrwerktechnik für den Nachfolger des Saab 9-3. Erstmals fertigt ZF dabei auch die vorderen und hinteren Achsträger. Dabei werden große Metall-Pressteile aus der Saab-Produktion angeliefert und zu sogenannten Fahrschemeln verschweißt. An den hinteren Fahrschemel baut ZF eigens entwickelte Hinterachssysteme an, die Vorderachse montiert Saab selbst. Hierzu liefert ZF Schwingungsdämpfer und Lenkungsteile. Zunächst werden im ersten skandinavischen ZF-Werk 60 Mitarbeiter beschäftigt. Halvorstorp ist drei Kilometer von Saab-Stammwerk Trollhättan entfernt.

ZF entwickelt Fahrwerke für Saab

Über den neuen Saab 9-3 hinaus, soll der ZF-Konzern Entwicklungsarbeit für das Fahrwerk neuer Saab-Modelle übernehmen. „Diese Kooperation ist ein wichtiger Schritt im Ausbau unserer Entwicklungs-Kompetenz. So bekommen wir direkten Zugang zum erstklassigen Know-how von ZF“, sagte Mats Fägerhag, Vice President Vehicle Product Development Saab Automobile, am Freitag.

Im Rahmen der neu entwickelten Geschäftsstrategie flexibler Fahrzeug-Architekturen, kooperiert Saab Automobile verstärkt mit Schlüssellieferanten. Für eine bessere Qualitätskontrolle, kurze Transportwege, kleine Lagerbestände und niedrige Entwicklungskosten greift der OEM auch auf das ZF-Know-how zurück.

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