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Leoni Entlassungen geplant

| Redakteur: Thomas Weber

Der Kabel- und Bordnetzspezialist will sich wegen der anhaltenden Auftragsflaute von Mitarbeitern in seinen deutschen Werken trennen.

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Leoni zieht die Notbremse und will wegen der anhaltenden Krise in der Automobilindustrie Mitarbeiter in seinen deutschen Werken entlassen. Der Personalabbau werde sich nach den derzeitigen Planungen im „mittleren einstelligen Prozentbereich“ bewegen, sagte Unternehmenssprecher Sven Schmidt am heutigen Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Nürnberg. Zugleich werde die Kurzarbeit auf nahezu alle Standorte ausgeweitet. Leoni beschäftigt in Deutschland rund 4.200 Menschen.

Von betriebsbedingten Kündigungen sind nach Schmidts Angaben zunächst die Werke im baden-württembergischen Ettlingen und niedersächsischen Friesoythe betroffen. In Ettlingen, wo für Kunden der Maschinenbauindustrie Leitungen und Kabelsätze hergestellt werden, müssen 18 der 130 Mitarbeiter gehen. In Friesoythe, wo Leoni mit 590 Beschäftigten Spezialkabel herstellt, stehe die Zahl noch nicht fest, sagte Schmidt.

„Wenn die Situation so schlecht bleibt, wird das vermutlich nicht reichen“, sagte der Unternehmenssprecher. Auch im Ausland werde man die Kapazitäten weiter reduzieren müssen. Die Beschäftigtenzahl an den internationalen Standorten, vor allem in Osteuropa, sei in den vergangenen Monaten bereits von 53.000 auf 47.000 Mitarbeiter verringert worden. „Wir versuchen aber, die Mitarbeiter bei der Stange zu halten. Wenn die Lage besser wird, brauchen wir sie wieder“, so Schmidt. Die Bordnetzsparte von Leoni als wichtiger Zulieferer der Automobilindustrie produziert ausschließlich im Ausland.

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