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ACEA Erholung auf Europas Pkw-Markt setzt sich fort

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Die Stimmung im Automobilhandel hellt sich weiter auf. Im April stiegen die europäischen Pkw-Neuzulassungen den achten Monat in Folge. Allerdings gibt es auch einige Ausnahmen.

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Neuzulassungen steigen im April um 4,2 Prozent
Neuzulassungen steigen im April um 4,2 Prozent
(Foto: PSA)

Der europäische Pkw-Markt zieht weiter an. Im April sind die Neuzulassungen in Europa (EU 28 plus EFTA) nach Angaben des europäischen Herstellerverbands ACEA um 4,2 Prozent auf 1,13 Millionen Einheiten gestiegen. Damit legte der Absatz den achten Monat infolge zu. Allerdings besteht noch viel Luft nach oben: Laut dem Verband ist es der drittschlechteste April-Wert seit der Erweiterung der EU im Jahr 2003.

Zulegen konnten im April beide Teile Europas: In Osteuropa kamen knapp 77.000 Pkw erstmals auf die Straße, ein Plus von 12,7 Prozent. Geringer fiel der Zuwachs in Westeuropa aus: Hier legten die Neuzulassungen um 4 Prozent auf 1,01 Millionen Pkw zu. Dabei waren die meisten westlichen Märkte im Plus, zum Teil konnten sie sogar zweistellig zulegen. Unter den großen Märkten verzeichnete Spanien (+28,7 Prozent) die beste Entwicklung. Aber auch Großbritannien (+8,2 Prozent), Frankreich (+5,8 Prozent) und Italien (+1,9 Prozent) konnten den Absatz ausweiten.

Anders sah es in Europas größtem Markt aus: Deutschland verbuchte ein Minus von 3,6 Prozent. Auch einige kleinere Länder wie die Niederlande (-6,3 Prozent), Finnland (-5,6 Prozent) und Österreich (-5,1 Prozent) konnten das Vorjahresniveau nicht erreichen.

Die positive Entwicklung des Gesamtmarktes spiegelte sich in den Ergebnissen der meisten Marken wider. Zu den Wachstumstreibern gehörte im vergangenen Monat erneut die Renault-Gruppe: Während die Kernmarke um 9 Prozent wuchs, konnte die Billigmarke Dacia gar um mehr als ein Drittel (+33,7 Prozent) zulegen. Auch Allianzpartner Nissan zählte zu den Top-Wachstumsmarken: Die Japaner steigerten die Neuzulassungen um 21,1 Prozent.

In einer ähnlichen Größenordnung, aber mit wesentlich höheren Verkaufszahlen, profitierte Skoda von der positiven Entwicklung: Die Marke aus dem VW-Konzern steigerte die Neuzulassungen um 22,3 Prozent. Wesentlich schwächer schnitten die anderen Konzernmarken ab. Allen voran die Kernmarke: VW konnte das Niveau des Vorjahresmonats nicht halten und musste einen, wenn auch sehr geringen, Rückgang von 0,5 Prozent hinnehmen. Leicht im Plus war Audi mit einem Zuwachs von 0,7 Prozent.

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