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Behr Ermittlungsverfahren gegen Stuttgarter Automobilzulieferer

| Redakteur: Michael Ziegler

Behörden ermitteln gegen den Stuttgarter Klimaspezialist Behr aufgrund des Verdachts auf illegale Preisabsprachen.

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Die Behr-Unternehmenszentrale in Stuttgart-Feuerbach.
Die Behr-Unternehmenszentrale in Stuttgart-Feuerbach.
(Behr)

Behr bestätigte am Freitag, dass die Europäische Kommission ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Verhaltensweisen bei thermischen Systemen für Automobile eingeleitet hat. Demnach waren bereits im Mai die Büros des Unternehmens durchsucht worden. Nach Medienberichten handele es sich um Vorwürfe bezüglich illegaler Preisabsprachen mit französischen und japanischen Mitbewerbern. Zu Details nahm das Unternehmen bisher noch keine Stellung.

Der ebenfalls aus Stuttgart stammende Automobilzulieferer Mahle, dem zurzeit knapp 37 Prozent der Behr-Gruppe gehören, wollte im Januar 2013 die Mehrheit an dem Unternehmen übernehmen. Mahle kündigte aber aufgrund des laufenden Verfahrens an, mit der Übernahme vorerst abzuwarten. Das Vorhaben werde aber generell weiter verfolgt.

Mahle war bei der Behr-Gruppe eingestiegen, da diese aufgrund der Wirtschaftskrise ins schwanken geraten war. 2011 konnte Behr den Umsatz wieder um 10,6 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro steigern. Auch beim Jahresüberschuss erzielte der Kühlerspezialist eine Steigerung um 55,6 Prozent auf 93,2 Millionen Euro.

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