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Rücker Erneut zweistellige Zuwachsraten

| Redakteur: Claus-Peter Köth

Die börsennotierte Ingenieurgesellschaft Rücker AG, Wiesbaden, hat im Geschäftsjahr 2011 von der positiven Entwicklung auf den weltweiten Automobilmärkten, bei Flugzeugherstellern und im Anlagenbau profitiert und konnte bei allen wichtigen Zielgrößen mit zweistelligen Zuwachsraten zulegen. Auch der Ausblick für 2012 ist positiv.

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Rücker Verwaltungsgebäude in Wiesbaden.
Rücker Verwaltungsgebäude in Wiesbaden.
( Foto: Rücker )

Der Umsatz der Rücker AG stieg um 15,8 Prozent auf 175,9 Mio. Euro (2010: 151,9 Mio. Euro) und lag damit fast auf der Höhe des Rekordjahres 2008 (damaliger Umsatz: 176,3 Mio. Euro). Mit einem Plus von 22,2 Prozent war 2011 der Umsatzanstieg im Inland sehr viel deutlicher ausgefallen als im Ausland (5,6 Prozent).

Wolfgang Rücker, Vorstandsvorsitzender der Rücker AG, in seiner Bewertung des letzten Geschäftsjahres: „Ausschlaggebend für unseren geschäftlichen Erfolg war die durch die wirtschaftliche Erholung bedingte zusätzliche Nachfrage für Pkw, Lkw, Flugzeuge, Industrieanlagen und andere Wirtschaftsgüter. Dies hat die Auftragsvergabe der Industriekunden nach unseren digitalen Entwicklungsleistungen nachhaltig gefördert. Viele unserer internationalen Geschäftspartner arbeiten übrigens bereits seit Jahrzehnten erfolgreich mit uns zusammen. Dies unterstreicht eindrucksvoll die hohe Akzeptanz und Kompetenz unserer Leistungen.“

Die Zahl der bei Rücker beschäftigten Ingenieure, Konstrukteure und Zeichner hat sich - gegenüber 2010 - zum Jahresende 2011 um 197 Beschäftigte auf 2.399 Mitarbeiter erhöht. Auf Grund der erfreulichen Auftragslage sucht das Unternehmen kurzfristig rund 400 weitere Ingenieure. Die entsprechenden Arbeitsplätze stehen bereits zur Verfügung. Verstärkte Personalbeschaffungs-Maßnahmen wurden eingeleitet.

Das operative Konzernergebnis (EBIT) der Rücker AG erhöhte sich vor allem auf Grund des gestiegenen Geschäftsvolumens von 8,1 Mio. Euro in 2010 auf 10,0 Mio. Euro im Jahr 2011. Der mit 22,8 Prozent überproportionale Zuwachs beim EBIT ist vor allem auf die Entwicklung der Vertriebs- und Verwaltungskosten zurückzuführen, die mit 11,0 Prozent weniger stark angestiegen waren als der Umsatz. Der Konzernjahresüberschuss betrug 2011 rund 6,1 Mio. Euro und ist im Vergleich zu 2010 (4,8 Mio. Euro) um 29,0 Prozent gestiegen. Konzernweit belief sich die EBIT-Marge auf 5,7 Prozent (2010: 5,3 Prozent). Die Nettorendite stieg von 3,1 Prozent in 2010 auf 3,5 Prozent im Jahr 2011. Das Eigenkapital stellt mit 40,4 Mio. Euro (2010: 38,2 Mio. Euro) den größten Passivposten dar. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Gewinnrücklagen und dem höheren Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2011.

Rücker-Finanzvorstand Jürgen Vogt kündigte bei der Vorstellung der Geschäftszahlen 2011 einen Dividendenvorschlag an: ?In Bezug auf den erfolgreichen Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres wollen wir unsere Aktionäre erneut gebührend am Unternehmenserfolg beteiligen. Vorstand und Aufsichtsrat werden daher am 5. Juni 2012 der Hauptversammlung vorschlagen, die erneut steuerfreie Dividende für 2011 auf 50 Cent pro Aktie zu erhöhen.? Im Vorjahr waren 45 Cent ausgeschüttet worden. Auch mittelfristig geht die Rücker AG davon aus, dass das Geschäftsmodell des Konzerns mit der Erbringung von technologischen Entwicklungsleistungen seiner Ingenieure für neue Antriebssysteme, umweltfreundliche Mobilität unter Berücksichtigung weiter entwickelter Sicherheitsvorschriften sowie die zunehmende Elektronik in Pkw, Lkw, Flugzeug und Anlagen zu weiteren Auftragssteigerungen und damit zu Umsatzzunahmen führen wird.

Für das Jahr 2012 wird auf den internationalen Automärkten mit dem gleichen Absatz gerechnet wie im Vorjahr: Erwartet werden rund 61,2 Mio. weltweite Pkw-Verkäufe. Für das Jahr 2013 wird global eine Absatzsteigerung auf 63,6 Mio. Pkw-Einheiten prognostiziert.

In der internationalen Luftfahrt rechnet die Branchenorganisation IATA im Gesamtjahr 2011 mit einem Anstieg der Passagierzahlen um 6,1 Prozent und für das Jahr 2012 um etwa weitere 4 Prozent. Für die kommenden zwanzig Jahre erwarten die großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing ein deutliches Wachstum und sehen einen Bedarf von rund 28.000 neuen Passagiermaschinen. Insgesamt geht der Trend zu größeren, treibstoffeffizienteren Flugzeugen. Besonderer Nachholbedarf wird vor allem für China und Indien erwartet.

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