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Elektroautos Erst 2020 rentabel

| Autor / Redakteur: ar / Bernd Otterbach

Elektroautos rechnen sich hierzulande noch lange nicht. Schuld daran sind nicht zuletzt auch die hohen Stromkosten. VWs Elektrochef Rudolf Krebs nennt in dem Zusammenhang einen Zeitraum von zehn Jahren.

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Anders sehe es in Frankreich aus, wo der Strom nur die Hälfte koste und der Staat zusätzlich steuerliche Anreize biete, sagte der Manager der „Wirschaftwoche“. Vor allem wasserstoffbetriebene E-Autos hält Krebs erst dann für bezahlbar: „Ein solcher Antrieb ist sehr komplex und aufwendig, zum Elektroantrieb kommt zusätzlich die Brennstoffzellentechnik. Eine bezahlbare Lösung sehe ich nicht vor 2020.“

VW bringt 2013 mit dem e-up! sein erstes E-Fahrzeug auf den Markt, gefolgt vom Golf Blue e-Motion. Primär die Kosten für den Energiespeicher treiben die Preise für Elektrofahrzeuge derzeit noch kräftig in die Höhe. Dazu Krebs: „Die Akkupreise sind innerhalb von zwei Jahren um mehr als die Hälfte gesunken, und wir gehen davon aus, dass sie noch weiter fallen. Aber der Elektroantrieb inklusive Batterie ist immer noch fünfmal so teuer wie ein konventioneller Antrieb.“ Das sei das Kernproblem beim Elektroauto. Preise wie in der Großserienproduktion von Laptop- und Handyakkus von rund 100 bis 150 Euro pro Kilowattstunde erwartet Krebs „vielleicht bis 2018“. Reine E-Autos in nennenswertem Umfang sieht er deshalb kaum vor 2015. Erfolgversprechend seien aber Plug-in-Hybride, die ab 2013 starteten.

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