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Audi-Werkzeugbau Erste mechanische Einarbeitungspresse

| Redakteur: Bernd Otterbach

Der Audi-Werkzeugbau in Ingolstadt hat am Dienstag seine erste mechanische Einarbeitungspresse in Betrieb genommen. Mit der ersten Anlage dieser Art in einem Konzern-Werkzeugbau könnten Serienprozesse bereits in der Erprobungsphase der Werkzeugherstellung geprüft werden, teilte der Automobilhersteller mit.

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Dies soll die Durchlaufzeiten verringern und die Qualität der Werkzeuge und der Umformprozesse frühzeitig sichern. „Damit vollziehen wir einen weiteren wichtigen Schritt zur Optimierung unseres synchronisierten Produktionssystems“, sagte Produktionsvorstand Frank Dreves.

Praxiserprobung und Feinabstimmung unter fast identischen Bedingungen

Auf der neuen mechanischen Einarbeitungspresse werden die Werkzeuge auf ihre Genauigkeit und Präzision im Umformprozess getestet. Später produzieren sie unter anderem die Außenhautteile der Fahrzeuge. Die Einarbeitung der Werkzeuge erfolgte bislang auf hydraulisch angetriebenen Anlagen. Diese können aufgrund ihrer Konstruktion jedoch nicht so schnell und kraftvoll arbeiten. Audi setzt deshalb auf die mechanische Einarbeitungspresse, da diese auch in der Serienfertigung zum Einsatz kommt. Die Praxiserprobung und die Feinabstimmung der Werkzeuge laufen somit unter fast identischen Bedingungen ab.

„Wir steigern damit unsere Kapazitäten und können so im Werkzeugbau mehr Fahrzeugprojekte mit eigenen Mitteln realisieren“, sagte Michael Breme, Leiter der Sparte Werkzeugbau. Insgesamt 15 Monate dauerte das Projekt von der Planung bis zur Montage der Maschine. Ingesamt investierte der OEM neun Millionen Euro.

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